Franziska Becker-Ausstellung in Hanau

Im Herbst 2020 erhielt Franziska Becker den Ludwig-Emil-Grimm-Preis der Stadt Hanau (benannt nach dem Zeichner aus dem Grimm-Clan). Seit 2012 werden mit dem Preis außergewöhnliche Karikaturist:innen ausgezeichnet. Nach Hans Traxler (2012), Greser & Lenz (2015) sowie F. W. Bernstein (2018) ist Becker die erste Künstlerin, die diese Anerkennung für ihre Zeichnungen erhält. Coronabedingt wurden die Preisverleihung und die geplante Sonderausstellung seinerzeit verschoben, nun aber sind im Historische Museum Hanau Schloss Philippsruhe rund 100 Werke aus dem Privatbesitz der Künstlerin zu sehen – die das Faltblatt des Museums einen „Solitär der Komischen Kunst“ nennt. Die Werkschau läuft noch bis 31. Oktober 2021.

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Auszeichnung für Naïla Chikhi

Stellvertretend für die Gruppe Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung hat Alibri-Autorin Naïla Chikhi (im Bild rechts) zusammen mit Fatma Keser den Menschenrechtspreis der Ingrid-zu-Solms-Stiftung entgegengenommen. Auf einem Festakt in Frankfurt betonte Laudatorin Susanne Schröter, wie wichtig die politische Arbeit säkular eingestellter Frauen mit Migrationshintergrund sei. Denn sie sprächen Themen an, die mittlerweile unter einem gesellschaftlichen Tabu stehen wie Gewalt im Namen der Familienehre, Zwangsehen oder der Jungfräulichkeitskult. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau gibt Chikhi Einblick in ihre politischen Auffassungen und erläutert die Motivation für ihr Engagement bei Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung.
Auf derselben Veranstaltung wurde auch der Preis für 2020 verliehen. Dieser ging an Zarifa Ghafari, die erste Bürgermeisterin einer Stadt in Afghanistan.

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23. März – World Atheist Day

Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen, den 23. März als weltweiten Atheist Day im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Angestoßen wurde der Atheist Day von Menschen, die sich von ihrer muslimischen Erziehung emanzipiert haben. In Deutschland hat er noch nicht so richtig Fuß gefasst. Wir meinen: Das sollte sich ändern!
Denn ein jährlicher International Atheist Day bietet die Gelegenheit, Atheismus sichtbar zu machen. Ungläubige könnten Gesicht zeigen, könnten darauf aufmerksam machen, dass Atheismus in zahlreichen Staaten lebensgefährlich ist, strafrechtlich verfolgt wird oder gesellschaftlich geächtet ist. Sie könnten ein Ende der Benachteiligung und Diskriminierung fordern, dagegen auftreten, als Menschen ohne Werte stigmatisiert zu werden, und transnationale Solidarität demonstrieren. Sie könnten gemeinsam eine Veränderung der herrschenden Ordnungen fordern. Weiterlesen

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„Ich will frei sein“-Herausgeberinnen im Interview

Anlässlich der Veranstaltungsreihe Feministischer März haben die Herausgeberinnen von Ich will frei sein, nicht mutig, Naïla Chikhi und Rebecca Schönenbach, ein Interview gegeben. Darin sprechen sie über die öffentliche Wahrnehmung der Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht 2015/16, über Gewalt gegen Frauen in Deutschland und die Welt- und Frauenbilder, die das begünstigen. Das 45-minütige Gespräch kann hier angeschaut werden.

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Geschafft – Das Kreuz mit der Kirche ist in Druck

Natürlich hat es wieder mal länger gedauert, als wir geplant hatten, aber nun ist es geschafft: vergangene Woche haben wir Das Kreuz mit der Kirche in Druck gegeben. Dass sich die Arbeit am sechsten Band der Deschner-Edition hingezogen hat, lag nicht nur an den coronabedingten Einschränkungen bei der Nutzung von Bibliotheken. Es war vor allem der erste Band, der ohne die Unterstützung von Gabriele Röwer erstellt werden musste. Als Karlheinz Deschners langjährige Begleiterin konnte sie stets viele Fragen beantworten, die sich bei der Bearbeitung der Texte ergaben. Ihr Tod im Jahr 2018 hinterließ insofern eine schwer zu füllende Lücke.
Wenn in der zweiten Aprilhälfte das Buch ausgeliefert wird, können sich alle, die vorbestellt haben, auf 738 Seiten kritische Geschichtsschreibung freuen, ein Standardwerk zum Verhältnis von Religion und Sexualität bzw. deren Unterdrückung. Wie bereits Die Politik der Päpste und Abermals krähte der Hahn haben wir das Buch großzügiger gesetzt als die Originalausgabe und vor allem Anmerkungen und Literaturverzeichnis übersichtlicher gestaltet. Auch der eine oder andere Fehler wurde verbessert. Neu ist das Nachwort Freie Liebe für freie Geister von Michael Schmidt-Salomon, in dem deutlich wird, wie aktuell viele der Analysen Deschners nach wie vor sind.
Wer Das Kreuz mit der Kirche zum Subskriptionspreis vorbestellen möchte, kann dies noch bis April tun. Weitere Informationen gibt es auf der Verlagswebseite.

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Hans Albert: Wir gratulieren zum Geburtstag

Am 8. Februar wird Hans Albert 100 Jahre alt. Er gilt als einer der Hauptvertreter eines kritischen Rationalismus. Trotzdem stand er in Deutschland nur einmal im Fokus der Öffentlichkeit: als er 1961 mit Jürgen Habermas den „Positivismusstreit“ in der deutschen Soziologie ausfocht. Die mangelnde mediale Aufmerksamkeit mag auch seinem zurückhaltenden Auftreten geschuldet sein und seiner lakonischen Art, Fragen zu beantworten. Als er vom Humanistischen Pressedienst vor einigen Jahren anlässlich einer Neuauflage seines Buches Das Elend der Theologie gefragt wurde, ob bei Hans Küng hinsichtlich seiner Immunisierung gegen Kritik ein rhetorisches Muster zu erkennen sei, antwortete er sehr konzentriert: „Ja!“

Bei Alibri sind drei seiner Bücher erschienen, neben der genannten kritischen Auseinandersetzung mit Hans Küng noch Joseph Ratzingers Rettung des Christentums, das sich mit den theologischen Positionen des damaligen Papstes auseinandersetzt, sowie und das grundlegender argumentierende Bändchen Zur Analyse und Kritik der Religionen.

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Feministische Autorinnen: „Die sexuellen Übergriffe von Köln dürfen sich nie wiederholen“

Fünf Jahre nach der massiven sexuellen Gruppengewalt in der Silvesternacht 2015 fordern Feministinnen in einem Sammelband, dass sich derartige Übergriffe nie wiederholen dürfen. Es sei an der Zeit, die Debatte aus feministischer Perspektive erneut zu führen.
„Wenn nach einem Gewaltexzess gegen Frauen wie in Köln kaum über die Ursachen der Gewalt diskutiert wird, werden die Freiheit und die Rechte von Frauen zu Nebensächlichkeit herabgestuft – und damit Frauen auf dem Altar des sozialen Friedens geopfert“, sagt Rebecca Schönenbach, eine der Herausgeberinnen des Buches „Ich will frei sein, nicht mutig“. Ko-Herausgeberin Naïla Chikhi betont: „In einer säkularen Demokratie dürfen weder kulturelle noch religiöse Frauenverachtung aufgrund eines blinden Kulturrelatvismus Immunität genießen.“ Deshalb dürften Sexismus und strukturelle Gewalt gegen Frauen nicht „in den Schatten eines vermeintlichen Antirassismus gestellt werden“.
Die Autorinnen des Buches vertreten in ihren Beiträgen einen universalen Feminismus und setzen sich gegen weltweite patriarchale Strukturen und die daraus resultierende Gewalt gegen Frauen ein.

Naïla Chikhi / Rebecca Schönenbach (Hrsg.): Ich will frei sein, nicht mutig. FrauenStimmen gegen Gewalt. Vorwort von Lale Akgün. Alibri Verlag, Januar 2021

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In der Linken wächst das Unverständnis für den Wert von Religionskritik

In der Linken geht derzeit das Verständnis dafür verloren, welchen Wert Religionskritik als Auslöser gesellschaftlicher Veränderungen hat. Mit diesem Fazit blickt Gunnar Schedel auf 25 Jahre Alibri Verlag zurück. Ein wesentlicher Teil des Verlagsprogramms befasst sich kritisch mit Religion, Esoterik und autoritären Ideologien sowie deren Auswirkung auf die Gesellschaft.
„Als wir angefangen haben, war in der Linken die vorherrschende Meinung, dass ein laizistisches Gesellschaftsmodell im Sinne der Gleichheit Fortschritt bedeuten kann“, meint der Verleger. „Heute hat sich der Diskurs verschoben, Weiterlesen

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Neue Bilderbücher im Herbst 2020

Der Herbst wird bunt – zumindest sind das unsere Neuerscheinungen im Herbst 2020: Lota und der Müll und Tukanien lauten die Titel der beiden Bücher aus Spanien bzw. Kanada, die wir selbst zu unseren am schönsten illustrierten Bilderbüchern zählen. Neben zauberhaften Illustrationen haben sie aber auch einen gemeinsamen inhaltlichen Bezug: In beiden Büchern geht es nämlich um Natur und Umwelt.
In Lota und der Wal gehen wir zusammen mit Pottwal Lota und ihren Freunden dem Müllproblem in den Ozeanen auf den Grund.
Tukanien entführt uns auf eine geheimnisvolle Insel im Meer, wo es seltsame Lebewesen zu entdecken gibt.
Außerdem möchten wir auch noch einmal auf unseren fünften Titel in diesem Jahr aufmerksam machen: Das Geheimnis hinter dem Regenbogen ist ein buntes Mutmachbuch für alle Regenbogen-Menschen.

Genauere Infos zu allen Kinderbüchern gibt’s auch in unserer Vorschau, die nun online verfügbar ist.

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Unser Herbstprogramm 2020

Noch weiß niemand, wie sich die Corona-Pandemie auf die Kulturlandschaft und den Buchmarkt auswirken wird, aber wir tun mal so, als blieben alle Strukturen erhalten, und bereiten ein vielfältiges Herbstprogramm vor.
Das gewichtigste Projekt wird dabei der sechste Band der Deschner-Edition sein. Diesmal ist es wieder eines der großen kirchenhistorischen Werke, das wir neu herausgeben: Das Kreuz mit der Kirche.
Die Kunst-Reihe .- stellt diesmal das Werk der feministischen Karikaturistin Franziska Becker vor. Außerdem erscheint der zweite Band von Spott sei Dank. Weiterlesen

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