In der Linken wächst das Unverständnis für den Wert von Religionskritik

In der Linken geht derzeit das Verständnis dafür verloren, welchen Wert Religionskritik als Auslöser gesellschaftlicher Veränderungen hat. Mit diesem Fazit blickt Gunnar Schedel auf 25 Jahre Alibri Verlag zurück. Ein wesentlicher Teil des Verlagsprogramms befasst sich kritisch mit Religion, Esoterik und autoritären Ideologien sowie deren Auswirkung auf die Gesellschaft.
„Als wir angefangen haben, war in der Linken die vorherrschende Meinung, dass ein laizistisches Gesellschaftsmodell im Sinne der Gleichheit Fortschritt bedeuten kann“, meint der Verleger. „Heute hat sich der Diskurs verschoben, Weiterlesen

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Neue Bilderbücher im Herbst 2020

Der Herbst wird bunt – zumindest sind das unsere Neuerscheinungen im Herbst 2020: Lota und der Müll und Tukanien lauten die Titel der beiden Bücher aus Spanien bzw. Kanada, die wir selbst zu unseren am schönsten illustrierten Bilderbüchern zählen. Neben zauberhaften Illustrationen haben sie aber auch einen gemeinsamen inhaltlichen Bezug: In beiden Büchern geht es nämlich um Natur und Umwelt.
In Lota und der Wal gehen wir zusammen mit Pottwal Lota und ihren Freunden dem Müllproblem in den Ozeanen auf den Grund.
Tukanien entführt uns auf eine geheimnisvolle Insel im Meer, wo es seltsame Lebewesen zu entdecken gibt.
Außerdem möchten wir auch noch einmal auf unseren fünften Titel in diesem Jahr aufmerksam machen: Das Geheimnis hinter dem Regenbogen ist ein buntes Mutmachbuch für alle Regenbogen-Menschen.

Genauere Infos zu allen Kinderbüchern gibt’s auch in unserer Vorschau, die nun online verfügbar ist.

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Unser Herbstprogramm 2020

Noch weiß niemand, wie sich die Corona-Pandemie auf die Kulturlandschaft und den Buchmarkt auswirken wird, aber wir tun mal so, als blieben alle Strukturen erhalten, und bereiten ein vielfältiges Herbstprogramm vor.
Das gewichtigste Projekt wird dabei der sechste Band der Deschner-Edition sein. Diesmal ist es wieder eines der großen kirchenhistorischen Werke, das wir neu herausgeben: Das Kreuz mit der Kirche.
Die Kunst-Reihe .- stellt diesmal das Werk der feministischen Karikaturistin Franziska Becker vor. Außerdem erscheint der zweite Band von Spott sei Dank. Weiterlesen

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Neuigkeiten aus der Kinderbuch-Abteilung

Nach den vielen Negativmeldungen vom Buchmarkt wollen wir heute mal ein Zeichen setzen und uns auf die vielen guten Nachrichten konzentrieren. Viele unserer Bilderbücher haben nämlich zwischenzeitlich erfreulich positive Rezensionen erhalten, und auch sonst gibt es die eine oder andere gute Nachricht zu vermelden. Hier also einige unserer Highlights aus dem Frühjahr 2020:

Ente steckt fest! von Zoubida Mouhssin und Pascale Moutte-Baur war für den wunderbaren HUCKEPACK Bilderbuchpreis 2020 nominiert. Gewonnen hat zwar ein anderes Bilderbuch, aber aus über 370 Einsendungen auf der Shortlist der besten elf Titel zu stehen, war und ist für uns eine besondere Freude und Ehre. Weiterlesen

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Der Verlagspreis gefährdet die kulturelle Vielfalt

Es hätte nicht zwangsläufig so kommen müssen, wie es zu befürchten war. Die Idee, den Beitrag kleiner Verlage zur kulturellen Vielfalt zu würdigen und durch Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln „die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit kleiner, unabhängiger Verlage in Deutschland“ zu stärken, war prinzipiell begrüßenwert. Aber schon nach der zweiten Verleihung im Mai 2020 ist klar, dass der Deutsche Verlagspreis vor allem eines bewirken wird: die Vielfalt der Verlagslandschaft deutlich reduzieren.
Für die erste Auswahl von 60 Verlagen (aus gut 300 Bewerbern) im Oktober 2019 erhielt die Jury noch überwiegend Beifall. Es gab allerdings auch einige kritische Stimmen, die beispielsweise darauf verwiesen, dass sich in der Liste auffallend viele Verlage aus der Kurt-Wolff-Stiftung befänden. Im Folgejahr bewarben sich noch einige Verlage mehr, darunter auch solche, die 2019 bewusst darauf verzichtet hatten, da sie sich keine Chancen ausgerechnet hatten.
Als vor kurzem die Preisträger 2020 bekanntgegeben wurden, war klar, dass zumindest für die Verlage, deren Schwerpunkt auf dem politischen Sachbuch liegt, die erste Einschätzung die realistischere war: Sie hätten sich den Aufwand sparen können, nicht einmal 10% der ausgezeichneten Verlage haben ihren Programmschwerpunkt in diesem Bereich. Weiterlesen

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Stefan Busch: Rituale im Übergang

In einer zunehmend konfessionsfreien Gesellschaft entwickeln sich bei den Ritualen, welche die Übergänge des Lebenszyklus begleiten, alternative Formen der Gestaltung solcher Feiern. Der Autor richtet die Aufmerksamkeit insbesondere auf zwei sich rasch wandelnde Übergangsrituale – zum einen die Taufe als Aufnahme von Menschen in die Gemeinschaft, zum anderen die Bestattung als ritueller Gestaltung des Abschieds aus ihr. Über Jahrhunderte waren in unserer mitteleuropäischen Kultur die Formen solcher Feiern christlich bestimmt. In einer sich zunehmend säkularisierenden Gesellschaft entsteht die Notwendigkeit, aber auch die Gelegenheit, zu neuen Formen der Übergangsrituale. Humanistische Varianten kommen sichtbar und in vielerlei Gestalt zu mehr Einfluss. Der aktuelle Ritualwandel ist von Konflikten begleitet. Die unausweichlichen Widersprüche erscheinen oft dann in gesellschaftlichen Debatten, wenn es um Prominente (z.B. Rudolf Augstein, Max Frisch und Helmut Schmidt) und ihre letzte Verabschiedung geht.

Stefan Busch
Rituale im Übergang
Über Taufen und Trauerfeiern in der konfessionsfreien Gesellschaft
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Horst Groschopp
Humanismusperspektiven, Bd. 7
149 Seiten, kartoniert, Euro 17.-
ISBN 978-3-86569-211-5

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite.

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MIZ 1/20: Bühne Kulturpolitik

Die aktuelle MIZ wirft einige Schlaglichter aus säkularer Perspektive auf den Bereich Kulturpolitik. Im Schwerpunkt geht es um Kunstfreiheit und den Kampf um kulturelle Hegemonie. Im Editorial verweist Nicole Thies darauf, dass die Kirchen bedeutende Akteure im Kulturbereich sind. Mehrere Milliarden Euro geben sie jährlich für Kulturelles aus und gestalten dadurch auch den öffentlichen Raum mit. Am Beispiel des Humboldtforums, dem Neubau des Berliner Stadtschlosses, wird erkennbar, welche Bedeutung die Sichtbarkeit von Religion im Kampf um eine konservative kulturelle Hegemonie hat. Als Zentrum für einen „Dialog der Kulturen“ gedacht, krönt das Gebäude nun ein großes Kreuz. Finanziert von einer privaten Spenderin, gefördert von der CDU-Kulturstaatsministerin, begrüßt nicht nur von den Kirchen, sondern auch vom Zentralrat der Muslime. Ein Triumphzeichen für den Sieg des preußischen Königtums über die demokratischen Revolutionäre von 1848 anstatt eine Erinnerung an die Tradition der Aufklärung. Weiterlesen

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25 Jahre Alibri – das Quiz

In einem Vierteljahrhundert kann ziemlich viel passieren. Entwicklungen, die die Welt verändern (wie der Aufstieg des Internets) oder zumindest den Buchmarkt (wie die Möglichkeit des Digitaldrucks). Was in dem Vierteljahrhundert Alibri Verlag passiert ist, zeigt vor allem unser Verlagsprogramm. Wer uns kennt, zu kennen meint oder kennenlernen möchte, kann an unserem Quiz teilnehmen. Wer die fünf Fragen zur Verlagsgeschichte richtig beantwortet, hat die Chance auf einen von 10 tollen Preisen. Die Antwort kann einfach per Mail an quiz@alibri.de geschickt werden; sie muss bis Montag, den 14. April, 12 Uhr, bei uns eingegangen sein. Weiterlesen

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Forum für Utopie & Skepsis: 25 Jahre Alibri Verlag

Die Welt verändern. Die Zielsetzung stand fest, als wir 1990 unsere ersten verlegerischen Schritte unternahmen (damals noch unter dem Label IBDK). Nach einigen Lehrjahren gründeten wir dann im November 1994 den Alibri Verlag. Seit mittlerweile also 25 Jahren begleiten wir die Diskussionen der säkularen Szene mit unseren Veröffentlichungen.

Gegenseitige Hilfe
Als wir anfingen, war der Buchhandel bereits im Umbruch begriffen: Der Konzentrationsprozess, der andere Branchen schon viel früher getroffen hatte, wurde deutlich spürbar, das Sortiment reagierte mit einer veränderten Einkaufspolitik, einem „schlankeren“ Lager und einer intensiveren Nutzung der Barsortimente. Für kleine Verlage verschlechterte das die Möglichkeiten, ihre Bücher für Leser*innen sichtbar werden zu lassen. Schnell wurde uns klar, dass wir in einem solchen „Marktumfeld“ alleine einen nahezu aussichtslosen Kampf ums Überleben führen würden. Eine Lösung erhofften wir uns durch „gegenseitige Hilfe“ und so initiierten wir die Assoziation Linker Verlage (aLiVe). Durch gezielte Kooperation in Werbung und Vertrieb wollten wir Kosten senken, Zeit einsparen und so letztlich unsere programmatische Unabhängigkeit erhalten. Und das gelang auch ganz gut. Weiterlesen

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25 Jahre Alibri – (fast) das gesamte Programm

Eigentlich sollte es auf der Leipziger Buchmesse das erste Mal ausgelegt werden, unser neues Gesamtverzeichnis. Nun, da das Corona-Virus uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, wird es eben eine virtuelle Präsentation.
In den vergangenen 25 Jahren sind im Alibri Verlag über 300 Bücher erschienen sowie 100 Ausgaben der MIZ. Das Gesamtverzeichnis dokumentiert die Verlagsgeschichte und deshalb enthält es auch Bücher, die im Buchhandel vergriffen sind und von denen nur noch Restexemplare direkt beim Verlag erhältlich sind. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, kann einen Blick in die pdf-Datei werfen oder sich die gedruckte Fassung zuschicken lassen.

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