Merlin Wolf (Hrsg.): Irrwege der Kapitalismuskritik

Bankenkrise und Sparpolitik hatten offensichtliche Folgen für große Teile der Bevölkerung nicht nur in Griechenland. Seitdem ist Kapitalismuskritik plötzlich en vogue. Doch oft genug richtet sich die Kritik nur gegen jene, die als Verursacher der Krise angesehen werden oder segelt in nationalistischem Fahrwasser: „Sozial geht nur national!“ Kritik wird so zum Ressentiment.
Die Autorinnen und Autoren legen die strukturellen Ursachen gesellschaftlich beobachtbarer Phänomene offen, um sich nicht auf den Irrwegen einer Kritik zu verlieren, die bloße Symptome beklagt.
Im Labyrinth der Kapitalismuskritik sollen Maßstäbe gefunden werden, wie sich progressive und regressive Analysen unterscheiden lassen. Anhand negativer Beispiele werden Bedingungen deutlich, die progressive Kapitalismuskritik erfüllen muss.

Mit Beiträgen von Thomas Ebermann, Stephan Grigat, Maximilian Hauer, Frédéric Krier, Bakara Merle, Nadja Rakowitz, Norbert Trenkle und Merlin Wolf.

 

Merlin Wolf
Irrwege der Kapitalismuskritik
173 Seiten, kartoniert, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-273-3

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Gerhard Vollmer: Gretchenfragen an Naturalisten

Gerhard Vollmer entwirft in seinen Antworten auf 60 „Gretchenfragen“ das Bild eines zeitgemäßen Naturalismus. Er befasst sich dabei mit zehn Themenbereichen, von abstrakten Gegenständen wie Logik, Mathematik und Metaphysik über Kosmologie und Evolution bis hin zu Religion und Moral. Anders als Goethes Faust hat er es nicht nötig, seine Meinung wortreich zu verbergen. In einer klaren und allgemeinverständlichen Sprache bietet das Buch einen instruktiven Einstieg in den Naturalismus.

 

Gerhard Vollmer
Gretchenfragen an Naturalisten
Erweiterte Neuauflage
111 Seiten, kartoniert, Euro 10.-
ISBN 978-3-86569-278-8

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Laura Zodrow / Colin Goldner: Zirkus und Zoo

Seit je werden in Zirkus und Zoo Wildtiere zu Unterhaltungszwecken eingesetzt. Die Sozialwissenschaftlerin Laura Zodrow und der Psychologe Colin Goldner, beide seit Jahren in der Tierrechtsbewegung aktiv, zeigen die geschichtlichen Hintergründe dieser Einrichtungen auf und beschreiben die bis heute dort vorherrschenden Verhältnisse. Ihr Fazit: Die Gefangenhaltung und Zurschaustellung von Wildtieren ist ein moralisches Unrecht, das nicht mehr in unsere heutige Zeit passt.
Ein flammendes Plädoyer gegen die Ausbeutung von Tieren zum Vergnügen des Menschen.

 

Laura Zodrow / Colin Goldner
Zirkus und Zoo
Tiere in der Unterhaltungsindustrie
175 Seiten, zahlreiche Abbildungen, kartoniert, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-276-4

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Ralf Schöppner (Hrsg.): Vielfalt statt Reformation

Obwohl Religion im Leben sehr vieler Menschen in Deutschland keine Rolle mehr spielt, wird angesichts zunehmender gesellschaftlicher Spaltungen stets nur ein Dialog der Religionen gefordert. Der Band versammelt humanistische Beiträge zur Vielfalt von Lebensformen und gesellschaftlichen Integration, zu den Konfessionsfreien und zum Religions- und Weltanschauungsrecht, zum Reformationsjahr 2017, zu arabischem Freidenkertum und zum Humanismus im Islam. Die Aufsätze geben allesamt Impulse für den notwendigen aber vernachlässigten Dialog der Religionen und Weltanschauungen.

Mit Beiträgen von Hans Alma, Aziz al-Azmeh, Hubert Cancik, Richard Faber, Carsten Frerk, Thomas Heinrichs, Mouhanad Khorchide, Perdita Ladwig, Wilhelm Schmid, Ralf Schöppner, Enno Rudolph, Heinz-Bernhard Wohlfarth und Frieder Otto Wolf.


Ralf Schöppner (Hrsg.)
Vielfalt statt Reformation
Humanistische Beiträge zum Dialog der Weltanschauungen
Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg, Band 10
262 Seiten, Abbildungen, kartoniert, Euro 20.-
ISBN 978-3-86569-225-2

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Pimm van Hest: Überall und irgendwo

Yolandas Mutter ist gestorben. Vor kurzem war sie noch da und jetzt ist sie einfach weg. „Wenn du nach mir suchst, mein Schatz, wirst du mich finden“, hatte Mama ihr einmal gesagt. Also beschließt Yolanda Ausschau zu halten und fragt sich und liebe Menschen in ihrem Umfeld, wo Mama jetzt wohl sein könnte. Nach und nach erfährt sie, dass Mama überall um sie herum ist: In Geschichten, in den Blumen auf dem Feld, im Wind, in den Sternen, ja sogar in ihr selbst…
Eine poetische Geschichte über ein kleines Mädchen, das trotz eines schweren Verlustes voller Zuversicht durchs Leben geht.


Pimm van Hest
Überall und irgendwo
Illustriert von Sassafras De Bruyn
Aus dem Niederländischen übersetzt von Johnny Van Hove
Ab 5 Jahren
128 Seiten, gebunden, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-258-0

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Sassafras De Bruyn: Cleo

Cleo fühlt sich einsam und ist oft traurig. Mit ihrem Kater, ihrem einzigen Freund, flüchtet sie sich deshalb immer wieder in Tagträume. In einem dieser Träume taucht plötzlich ein unbekannter Junge auf und zusammen mit ihm erlebt Cleo spannende Abenteuer: Sie kämpfen gegen schreckliche Meeresungeheuer und klettern zu den Wolken, die nach Schlagsahne schmecken. Cleo stellt fest, dass man zusammen viel mehr erreicht als alleine und zu zweit machen Abenteuer auch viel mehr Spaß. Als sie sich schließlich umsieht, stellt sie fest, dass es den Jungen tatsächlich gibt und sie in Wirklichkeit gar nicht so alleine ist.
Eine wunderschön gezeichnete Geschichte über Träume und eine „phantastische“ Freundschaft.

 

Sassafras De Bruyn
Cleo
Aus dem Flämischen übersetzt von Johnny Van Hove
Ab 5 Jahren
28 Seiten, gebunden, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-259-7

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Linke Literaturmesse in Nürnberg

Vom 17. bis 19. November findet in Nürnberg zum 22. Mal die Linke Literaturmesse statt. Neben den Buchständen, an denen mehrere Dutzend Verlage ihre Neuheiten präsentieren, gibt es an dem Wochenende fast 50 Veranstaltungen. Auch zwei Alibri-Autoren werden ihre Bücher vorstellen.
Merlin Wolf gibt einen Überblick über die Irrwege der Kapitalismuskritik, die in dem dann druckfrischen gleichnamigen Sammelband unter die Lupe genommen werden. Rudolf Stumberger nimmt das Publikum mit auf einen Spaziergang durch München und führt an historische Orte der 1970er und 1980er Jahre, die er im zweiten Band von München ohne Lederhosen zugänglich macht.
Die Literaturmesse findet im Künstlerhaus, Königstr. 93 (Nähe Hauptbahnhof), statt. Die Öffnungszeiten sind Freitag 19 bis 22 Uhr, Samstag 10 bis 22 Uhr und Sonntag 10 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Schmutzige Füße auf der Shortlist des Heinrich-Wolgast-Preises

Zum ersten Mal hat es eines unserer Kinderbücher auf die Shortlist eines Kinderbuchpreises geschafft: Schmutzige Füße von Koldo Izagirre und Antton Olariaga. Die von uns aus dem Spanischen übersetzte Geschichte über ein Mädchen und ihren Blick auf die Lebenswelten, Wünsche und Illusionen geflüchteter Menschen wurde für den Heinrich-Wolgast-Preis nominiert, der von der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft verliehen wird. Die Jury fand, Schmutzige Füße sei eine „poetische Geschichte“, die besonders die Widersprüche im Leben der Handlungsträger in Szene setze.
Am Ende hat es nicht ganz gereicht, trotzdem freuen wir uns über die Anerkennung und gratulieren Martin Petersen, der mit seinem Roman Exit Sugartown dieses Jahr gewonnen hat.

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Rede von Arzu Toker zu Europa & Migration

Die Puls of Europe-Bewegung bringt regelmäßig viele Leute auf die Straße, die für Europa und gegen die nationalen Tendenzen bei AfD, FPÖ & Co. demonstrieren. Auf dem Treffen am 8. Oktober hat Alibri-Autorin Arzu Toker eine Rede gehalten, die wir hier gemäß ihrem Manuskript dokumentieren. (Das Foto stammt freilich nicht von der Kundgebung, sondern wurde vor zwei Jahren bei einer Lesung auf der Frankfurter Immigrationsbuchmesse aufgenommen.)

Europa. Eine Geschichte von Verführung und Entführung. Die Geschichte einer schönen Frau. Wegen ihr bekam dieser Kontinent seinen Namen: Europa.
Ich bin nicht entführt worden. Ich bin freiwillig gekommen. Ich war eine junge Frau, 23 Jahre alt mit Visionen, mit Träumen, die keine Grenze kannten.
Ich bin an in einem Tal an der syrischen Grenze geboren. Dieses Grenzgebiet hat mich, meine Kindheit geprägt. Als meine Großmutter ein junges Mädchen war, gab es dort keine Grenzen. Als ich klein war, sah ich, wie die Vögel die natürliche Grenze, die Berge, überflogen. Auch ich hätte gern gewusst, was es auf der anderen Seite gab. Ich konnte, ich durfte nicht.
Jetzt lebe ich in einem Kontinent, in dem ich weiß und jederzeit erkunden kann, was auf der anderen Seite zu sehen gibt. Weiterlesen

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Karsten Krampitz in der Freitag

Die aktuelle Ausgabe der Wochenzeitung der Freitag. Das Meinungsmedium trägt den Titel „Viva la Reformation“ und legt ihren Schwerpunkt auf selbige, ihre Folgen und ihre heutige Bedeutung. Unter den zehn Texten findet sich auch ein Artikel von Karsten Krampitz, der Reinhold Lewin vorstellt, den Autor einer kritischen Studie zu Luthers Verhältnis zu den Juden. 1911 wurde der spätere Rabbiner für seine Arbeit noch von der Universität Breslau ausgezeichnet, gut drei Jahrzehnte später wird Lewin mit seiner Familie in Auschwitz ermordet. Eine Neuausgabe seines Buches Luthers Stellung zu den Juden, herausgegeben von Karsten Krampitz, erscheint in Kürze im Alibri Verlag.

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