Alibri Verlag sucht Kompliz*innen

Seit rund 20 Jahren publiziert der Alibri Verlag Texte von Autor*innen, die für Selbstbestimmungsrechte, Emanzipation, Aufklärung und Wissenschaft eintreten und sich für eine säkulare solidarische und rationale Weltanschauung stark machen. Ob Waldorf Connection, Dalai Lama – Fall eines Gottkönigs oder das Ferkelbuch – Alibri-Titel haben oft genug politische Debatten angestoßen und herrschende Sichtweisen infrage gestellt.
Damit das so weitergeht, erweitern wir seit einiger Zeit das Programm. Das geht nicht ohne „Investitionen“ und dafür brauchen wir Eure Unterstützung.

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MIZ 2/18: EuGH zum kirchlichen Arbeitsrecht

Nachdem der Europäische Gerichtshof im Frühjahr zweimal kurz hintereinander die Rechte von Beschäftigten religiöser Träger gestärkt und damit indirekt das kirchliche Arbeitsrecht in Deutschland infrage gestellt hat, bemüht sich das aktuelle Heft der MIZ um eine politische Bewertung der Sache. In einem längeren Interview nimmt Corinna Gekeler, die 2012 im Rahmen der GerDiA-Kampagne eine Studie zu Diskriminierungen durch das kirchliche Arbeitsrecht erstellt hatte, Stellung zu möglichen Folgen, aber auch zu Reaktionen aus Kirchen und Politik. Bei aller Genugtuung darüber, dass die deutschen Regelungen Widerspruch auf europäischer Ebene erfahren, fällt die Einschätzung vorsichtig aus: Von einem Schritt in Richtung Abschaffung der einschlägigen Bestimmungen in AGG und Betriebsverfassungsgesetz könne noch nicht die Rede sein, es müsse sich erst noch zeigen, wie die deutschen Gerichte im Detail urteilen und welche Strategie die Kirchen einschlagen, um ihr vermeintliches „Selbstbestimmungsrecht“ zu verteidigen. Weiterlesen

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Merlin Wolf (Hrsg.): Antifaschistische Pädagogik

Der Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa ist auch eine Niederlage der politischen Bildung. Für die Pädagogik ist er zugleich eine neue Herausforderung: Antidemokratische und diskriminierende Positionen werden zunehmend wieder offen vertreten.
Bei der Entwicklung von Gegenstrategien kommt der Pädagogik eine wichtige Rolle zu. Ihr stellen sich Fragen nach den richtigen Strategien, sowohl zur Vorbeugung als auch im Einsatz gegen rechte Anschauungen und Handlungen: Wie umgehen mit autoritären Einstellungen, dem Verbleiben in Pauschalisierungen und dem Denken in Stereotypen?
Der Sammelband setzt sich mit Pädagogik und Bildung aus antifaschistischer Perspektive kritisch auseinander. Die Autor*innen bilanzieren bisherige Versuche, erdenken neue Wege und diskutieren aktuelle Fragestellungen. Schließlich geben sie handfeste Tipps für die eigene pädagogische Arbeit.

Merlin Wolf (Hrsg.)
Antifaschistische Pädagogik
298 Seiten, kartoniert, Euro 18.-
ISBN 978-3-86569-287-0

Mit Beiträgen von Julian Bierwirth, Anna-Maria Boulnois, Kemal Bozay, Daniel Burghardt, Thomas Höhne, Thomas Jelitte, Christos Kirizakis, Levent Konca, Lola Lux, Benjamin Ortmeyer, Katharina Rhein, Kristina Scheuermann, Herbert Schmidt, Bernd Wagner und Merlin Wolf.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite

 

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Neue Bilderbücher im Herbst 2018

In unserem Kinderbuchprogramm im Herbst wird es skurril: eine Erde wie ein weichgekochtes Ei und ein Frosch im Mathe-Wahn – wo gibt’s denn so etwas?
Aber keine Angst, unsere beiden Neuerscheinungen sind nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern laden die ganze Familie zum Nachdenken, Diskutieren und Nachmachen ein. Inhaltlich geht es zum einen um die Themen Erderwärmung und Klimawandel. Zum anderen haben wir ein spannendes Mathe-Rätselbuch im Programm, das sich mit den Primzahlen, genauer gesagt mit Primzahlzwillingen beschäftigt. Wer mehr wissen will, kann hier einen Blick in die aktuelle Vorschau werfen.

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Unser Herbstprogramm 2018

Ab Anfang September erscheinen unsere fürs zweite Halbjahr 2018 vorgesehenen Bücher (sowie ein paar Nachzügler). Diesmal lassen sich drei Schwerpunkte ausmachen: Im Bereich Philosophie stellt Martin Mahner den Naturalismus als „Metaphysik“ der Wissenschaft vor und Franz Josef Wetz befasst sich mit dem Tod in einer Gesellschaft, in der Religion für viele Menschen keine große Rolle mehr spielt. Um die Art und Weise, wie in Europa derzeit über Islam & Gesellschaft diskutiert wird, geht es in den Büchern von Lale Akgün und Nedjib Sidi Moussa. Neu ist schließlich das Programmsegment „Bild & Kunst“, das wir mit einem All-Age-Kinderbuch, einer Graphic Novel und einem Künstler-Bilderbuch ausfüllen. Dazu kommen ein Roman über Jesus und Star Wars, ein Sammelband zu Antifaschistischer Pädagogik, ein Bericht über Engel und Einhörner sowie Texte von Johannes Neumann.
Mehr Informationen finden sich in unserer Vorschau, die jetzt zum Download bereitsteht.

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Goldner/Valverde/Valverde: Lotte Siebengescheit geht in den Zoo

Als Oma zu Besuch kommt, lädt sie Lotte ein, mit ihr in den Zoo zu gehen. Um des lieben Friedens willen geht Lotte mit, obwohl sie Zoos nicht toll findet. Dann nutzt die siebengescheite Enkelin die Gelegenheit, ihre Oma über artgerechte Tierhaltung aufzuklären…
Ein außergewöhnliches Bilderbuch für groß und klein, das sich kritisch mit dem Zoo als einem Ort, an dem Tiere für Unterhaltungszwecke ausgestellt werden, auseinandersetzt. Die Bilder zeigen Szenen, für die von dem Künstlerpaar eigens mit viel Liebe zum Detail zahlreiche Figuren angefertigt wurden.

Colin Goldner / Krystyna & Manuel Valverde
Lotte Siebengescheit geht in den Zoo
und findet’s gar nicht toll
52 Seiten, gebunden, Euro 18.-
ISBN 978-3-86569-297-9

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Christoph Lammers zu Home Education

MIZ-Chefredakteur Christoph Lammers beschäftigt sich seit langem mit Bildungsfragen (u.a. gehörte er zum Organisationsteam der beiden Trierer Bildungskongresse); ein Aspekt ist die sog. Home Education. Als SWR2 in einem zweiteiligen Radio-Beitrag unter dem Titel Die Weltanschauungen der Freilerner-Eltern über Familien informierte, die ihre Kinder nicht in die Schule schicken, sondern sie selbst zuhause unterrichten, kam Lammers als Experte zu Wort. Seiner Einschätzung nach ist dies problematisch, weil sich die Gesellschaft aus der Verantwortung stiehlt und dann niemand mehr darauf achtet, ob die Kinder in den Genuss von Meinungsfreiheit, dem Recht auf Selbstentfaltung oder dem Recht „zu entscheiden, ob ich religiös sein will oder eben nicht religiös sein will“, kommen. Er sieht die Gefahr, dass „diese Kinder bestimmte Weltbilder erzählt und vorgelebt bekommen, die nicht nur nichts mit der tatsächlichen Gesellschaft zu tun haben, sondern auch Konfliktpotential bergen“.
Wer den Beitrag anhören möchte, kann dies in der Mediathek des SWR tun, wer den Beitrag lieber lesen möchten, kann sich dort auch das Sendemanuskript herunterladen.

 

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Karlheinz Deschner: Was ich denke

Der Öffentlichkeit ist Karlheinz Deschner (1924-2014) als Kritiker – der neueren deutschsprachigen Literatur und vor allem der christlichen Kirchen – im Gedächtnis geblieben. Der fünfte Band der Deschner-Edition enthält Texte, welche die philosophischen und weltanschaulichen Grundlagen seines Denkens und seines kritischen Blicks auf die Welt ausführlich darlegen.
Sie zeigen einen „unheilbar“ skeptischen Autor, für den die so genannten letzten Fragen offen bleiben; einen Humanisten, der die Perspektive der Unterdrückten und Geschundenen einnimmt; einen Intellektuellen, der an jeder Formulierung so lange feilt, bis sein Argument eine scharfe Waffe ist.
Der Band enthält neben den beiden längeren Texten Was ich denke und Warum ich Agnostiker bin weitere Essays und Reden Karlheinz Deschners sowie zwei Reden von Michael Schmidt-Salomon und Richard Dawkins.

 

Karlheinz Deschner
Was ich denke
Schriften zu Philosophie und Weltanschauung
253 Seiten, gebunden, Euro 20.-
ISBN 978-3-86569-286-3

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Zum Tod von Franz M. Wuketits

Franz Wuketits 2008 in TrierFranz M. Wuketits war ein außergewöhnlicher Biologe, ein Naturwissenschaftler mit Blick für gesellschaftliche Fragen. Dass er das Vorwort zu unserer Neuausgabe von Kropotkins Gegenseitiger Hilfe verfasst hat, ist insofern kein Zufall. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit, dass unser biologisches Erbe auch unser Sozialverhalten beeinflusst und Konzepte gesellschaftlicher Veränderung größere Erfolgsaussichten haben, wenn sie dies berücksichtigen. Letzte Woche ist unser Autor im Alter von nur 63 Jahren getorben.
Die erste „Begegnung“ zwischen Franz Wuketits und dem Verlag war kein Buch, sondern der Kongress ¡Die erschöpfte Theorie? – Evolution und Kreationismus in Wissenschaften, an dessen Organisation wir 2008 beteiligt waren. In seinem Vortrag stellte Wuketits heraus, dass die Evolutionstheorie auch für die Erklärung kultureller und gesellschaftlicher Phänomene wertvolle Beiträge leisten könne. In der noch im selben Jahr publizierten Dokumentation der Veranstaltung war er dann mit seinem Text über das Erklärungspotential der Evolutionstheorie vertreten – sein erster Auftritt als Alibri-Autor. Es folgten mit Darwins Kosmos und der Neuauflage von Evolution ohne Fortschritt zwei Bücher, später zwei weitere, die er zusammen mit Anton Grabner-Haider verfasste, das schon erwähnte Vorwort sowie einige Aufsätze in Sammelbänden. Den naturwissenschaftlichen Teil unseres Programms hat Franz M. Wuketits erkennbar mitgeprägt. Weiterlesen

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MIZ 1/18: Vollverschleierung und Frauenrechte

Im aktuellen Heft der MIZ steht die Debatte um den Umgang mit vollverschleierten Religiösen im Mittelpunkt. Diese Frage wird derzeit quer durch die politischen Lager kontrovers diskutiert. Die Argumente derjenigen, die ein Verbot befürworten, werden sehr ausführlich in einer Argumentationshilfe der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes ausgebreitet, das in einer gekürzten Fassung wiedergegeben wird. Auch Vera Muth spricht sich in einem Interview „über Ehre, Punk und religiöse Kleiderordnungen“ dagegen aus, im Tragen beispielsweise der Burka einen Akt der individuellen Religionsfreiheit zu sehen. Ohne die dahinterstehende Einschätzung der Frau als „Reproduktionsbesitz“ des Mannes ergäben diese Kleidungsstücke nämlich keinen Sinn. Sie seien Ausdruck des Patriarchats und indem sich voll verschleiernde Frauen dieses unterstützen, habe ihr Verhalten Folgen für alle. Auch Naïla Chikhis Beitrag zum Berliner Neutralitätsgesetz schlägt in dieselbe Kerbe: Eine Lehrerin, die den Schleier trägt, vermittelt Kindern allein dadurch bereits ein Bild über das Verhältnis der Geschlechter, das mit Selbstbestimmung und Emanzipation nichts zu tun hat. Weiterlesen

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