Martin Mahner: Naturalismus

In den Naturwissenschaften zählen allein empirische Methoden und Belege – heißt es oft. Metaphysik hingegen wird landläufig mit wilder Spekulation, esoterischen Worthülsen oder gar religiösen Dogmen gleichgesetzt. Martin Mahner zeigt, dass es eine fruchtbare Metaphysik gibt: den Naturalismus. Nur wenn es auf der Welt mit rechten Dingen zugeht, können wir sie mit wissenschaftlichen Mitteln erkennen. Der Naturalismus liegt somit allen Wissenschaften zugrunde, die Gegenstände der realen Welt empirisch untersuchen – seien es Sterne oder soziale Systeme.
Können diese Wissenschaften aber nicht philosophisch voraussetzungslos betrieben werden, erweist sich ein empiristisches Wissenschaftsverständnis als verfehlt. Mahner analysiert die Konsequenzen dieser These für das Verhältnis von Metaphysik und Methodologie, Naturalismus und Supranaturalismus sowie Wissenschaft und Religion.

 

Martin Mahner
Naturalismus
Die Metaphysik der Wissenschaft
237 Seiten, kartoniert, Euro 18.-
ISBN 978-3-86569-223-8

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Jan Egesborg / Johannes Töws: Thanatos

Vier junge Frauen wurden gefoltert und ermordet. Man findet Hinweise, dass diese Taten gefilmt wurden, ansonsten tappt die Kriminalpolizei von Kyoto im Dunkeln. Ein einsamer dänischer Freelance-Journalist folgt der Spur dieser Serienmorde und wird immer tiefer in den Strudel hineingezogen.
Die Graphic Novel ist im winterlichen Kyoto angesiedelt. Die Handlung dreht sich um die Quantenphysik, Nordkorea und einen intelligenten Serienmörder.

Jan Egesborg / Johannes Töws
Thanatos
Graphic Novel
80 Seiten, gebunden, Euro ca. 20.-
ISBN 978-3-86569-294-8

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Lale Akgün: „Die Förderung des Verbandsislams ist ein Grundfehler deutscher Religionspolitik“

Kurz vor dem Zusammentreffen der Deutschen Islam Konferenz fordert die Autorin und Muslimin Lale Akgün in ihrem neuen Buch Platz da! Hier kommen die aufgeklärten Muslime eine grundlegende Neuausrichtung der Religionspolitik in Deutschland. „Durch die Aufwertung der Islamverbände fördert der deutsche Staat den politischen Islam“, meint die frühere Bundestagsabgeordnete. Es sei ein grundlegender Fehler, den Islam von staatlicher Seite nach dem Modell der Kirchen organisieren zu wollen. Es gebe eben keine Telefonnummer eines organisierten Islams, die man bei Problemen schnell anrufen könne. Wer den Islam verkirchlichen wolle, lande ganz schnell beim politischen Islam. „Wenn die deutsche Politik einem demokratischen Islamverständnis auf die Beine helfen will, muss sie Muslimen mit einem individuellen, modernen Religionsverständnis eine Bühne bieten“. Diese würden aus dem Blick geraten, obwohl sie wahrscheinlich sogar die Mehrheit der Muslime in Deutschland darstellen. Weiterlesen

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Lale Akgün: Platz da! Hier kommen die aufgeklärten Muslime

Gibt es denn aufgeklärte Muslime? Eine selten dumme Frage, meint Lale Akgün, die es seit langem stört, dass das Bild des Islams in Deutschland mittlerweile von Kopftuch tragenden Frauen und jungen Männern in salafistischem Outfit bestimmt wird. Denn von solchen Stereotype profitiert nicht nur die fremdenfeindliche Rechte, sondern auch der politische Islam.
Als säkulare Muslimin will Lale Akgün auch andere darin bestärken, sich vom konservativen Gebots-Islam der Funktionäre zu emanzipieren. Indem sie sich – gemäß der Grundsätze der Aufklärung – ihres eigenen Verstandes bedient, kommt sie zu einer zeitgemäßen Interpretation des Islams, die nicht mit individueller Freiheit und Gleichberechtigung kollidiert.
Sie beschreibt die Gesichter des politischen Islams und Mechanismen, die dazu führen, dass orthodoxe Strömungen ihren Einfluss ausweiten. Sie reflektiert gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die einen liberalen Islam begünstigen würden, und fordert einen säkularen Staat, in dem alle Religionen ihren Platz haben und gleichberechtigt behandelt werden, aber nicht das öffentliche Leben bestimmen können.

Lale Akgün
Platz da! Hier kommen die aufgeklärten Muslime
Schluss mit der Vorherrschaft des konservativen Islams in Deutschland
240 Seiten, kartoniert, Euro 18.-
ISBN 978-3-86569-298-6

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Michael Shermer: Der moralische Fortschritt

Michael Shermer vertritt die These, dass wir in der „moralischsten“ Zeit der Menschheitsgeschichte leben. Sein Buch über den moralischen Fortschritt zeigt anhand umfangreichen Datenmaterials und zahlreicher Beispiele, dass die geschichtliche Entwicklung trotz mancher Rückschläge letztlich in die richtige Richtung geht: Immer mehr Menschen können ein Leben führen, das von Werten wie Wahrheit, Gerechtigkeit oder Freiheit geprägt ist. Von den Faktoren, die über die Jahrhunderte dazu beigetragen haben, sind die Wissenschaft und die Vernunft sicherlich die wichtigsten.
Der Fortschritt der Wissenschaft, angestoßen von Galionsfiguren wie Kopernikus, Galileo und Newton, hatte zur Folge, dass sich die soziale, politische und ökonomische Realität nachhaltig veränderte. Dies führte zum Zeitalter der Vernunft und der Aufklärung, aus dem die moderne säkulare Welt mit den liberalen Demokratien hervorging, in denen Bürgerrechte und die Gleichheit vor dem Gesetz existieren. Zugleich wurde der Geltungsbereich moralischer Standards schrittweise ausgeweitet, so dass immer mehr Menschen – und mittlerweile auch Tiere – in deren Genuss kommen.
In seinem erhellenden Werk stellt Shermer heraus, wie Wissenschaft, Rationalismus, Skeptizismus und abstraktes Denken die Art und Weise, wie wir Menschen Moral definieren, grundlegend verändert haben und uns somit einer gerechten Welt näherbringen.

Michael Shermer
Der moralische Fortschritt
Wie die Wissenschaft uns zu besseren Menschen macht
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Harald Grundner
564 Seiten, Abbildungen und Graphiken, Klappenbroschur, Euro 29.-
ISBN 978-3-86569-285-6

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Nedjib Sidi Moussa: Wie Muslime erzeugt werden

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung in Frankreich warnt der Politologe Moussa vor der Verbreitung identitärer Vorstellungen, die längst alle politischen Lager erfasst haben und die tatsächlichen ökonomischen und sozialen Brüche vernebeln. Wenn Teile der Linken sich mit reaktionären Strömungen verbünden, die von rassischen und religiösen Obsessionen geprägt sind, trägt dies nicht dazu bei, soziale und demokratische Errungenschaften zu verteidigen. Vielmehr werden dadurch kosmopolitische Visionen und der Universalismus emanzipatorischer Ansätze infrage gestellt.

 

Nedjib Sidi Moussa
Wie Muslime erzeugt werden
Essay über Konfessionalisierung und „Rassialisierung“ der sozialen Frage
Aus dem Französischen übersetzt von Lou Marin
167 Seiten, kartoniert, Euro 12.-
ISBN 978-3-86569-293-1

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Franz Josef Wetz: Tot ohne Gott

Der Wunsch, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, findet sich zu allen Zeiten und in allen Kulturen. Die meisten Religionen reagieren auf die menschliche Furcht vor dem Ende mit dem Angebot eines ewigen Lebens. Doch wie geht der moderne Mensch, für den Gott längst tot ist, mit der Unausweichlichkeit des eigenen Todes und dem Ableben seiner Nächsten um?
Viele Zeitgenossen behaupten, zwar Angst vorm Sterben, aber keine Angst vorm Tod zu haben. Der Philosoph Franz Josef Wetz sieht darin ein Ausweichmanöver. Wer am Leben hängt, findet sich nicht so leicht mit seiner Vergänglichkeit ab. Gerade für diesseitsorientierte Menschen bedeutet das eigene Ende größtmöglichen Verlust. So natürlich der Tod biologisch auch ist, die Rückkehr ins Nichts erteilt uns allen eine bittere Lektion. Ohne sich auf religiöse Illusionen einzulassen und ohne sich voreilig mit rationalen Beschwichtigungen oder philosophischen Ratschlägen zu beruhigen, sucht Wetz nach Möglichkeiten eines Trostes in unserer säkularen Kultur. Weiterlesen

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Jacques Tillys Buch in aller Munde…

Keine vier Wochen ist Jacques Tillys Buch Despoten.Demagogen.Diktatoren nun lieferbar und schon jetzt kann von einem Erfolg gesprochen werden: Denn ganz Düsseldorf spricht über das Buch. Bereits die Pressekonferenz am 4. Oktober war gut besucht und am darauffolgenden Tag berichteten die Zeitungen über das neue Werk „unseres Rosenmontagskünstlers“.
Auch der lokale Buchhandel teilt die Begeisterung für den Bildband: fast überall liegt das Buch aus (wie unser zweites Foto zeigt, manchmal auch stapelweise). Niemand muss den weiten Weg zum Amazonas auf sich nehmen, um das Buch in Händen zu halten. Weiterlesen

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Carsten Pollnick / Hans Büttner: Revolution und Räterepublik

Wohl über keinen historischen Vorgang in der Neuzeit herrscht so viel Unklarheit wie über die deutsche Revolution von 1918/1919. Hat die sozialdemokratische Führung, die am 9. November 1918 die Regierungsgewalt übernahm, die Revolution gemacht oder niedergeschlagen? Hat sie Deutschland vor dem Bolschewismus gerettet oder der Reaktion zum Sieg verholfen? Hat es überhaupt eine echte Revolution gegeben? Und wenn ja: Ist sie eine Sternstunde oder nur eine Randnotiz in der deutschen Geschichte?
Carsten Pollnick und Johannes Büttner beschreiben die Geschichte des Arbeiter- und Soldatenrates in Aschaffenburg im Kontext der bayerischen Räterepublik. Sie zeigen die brisante Entwicklung von November 1918 bis zu deren gewaltsamer Auflösung im Mai 1919. Während dieser Prozess in München gewaltsam verlief und Hunderte Todesopfer forderte, endete der Versuch einer Revolution und Räteherrschaft in Aschaffenburg unblutig; die Protagonisten wurden jedoch wegen Hochverrats angeklagt und zu Festungshaft verurteilt.

 

Carsten Pollnick / Hans Büttner
Revolution und Räterepublik
Aschaffenburg in der bayerischen Räterepublik 1918/1919
200 Seiten, kartoniert, Euro 14.-
ISBN 978-3-86569-221-4

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Ralf Schöppner (Hrsg.): Menschen stärken ohne Populismus

Der Band versammelt philosophische, historische und politische Beiträge, die humanistische Weltanschauung als kulturelle Praxis und philosophisches Konzept untersuchen. Sie ist heute – so wird gezeigt – eine verbreitete gelebte Praxis in unterschiedlich stark expliziten und artikulierten Formen. Sie kann ein glückliches, sinnvolles und verantwortungsvolles menschliches Leben unterstützen.
Mit Beiträgen von Tina Bär, Alexander Bischkopf, Hubert Cancik, Hildegard Cancik-Lindemaier, Gerhard Engel, Michael Hampe, Thomas Heinrichs, Ralf Schöppner, Jennifer Stange, Heinz-Bernhard Wohlfarth und Frieder Otto Wolf.

Ralf Schöppner (Hrsg.)
Menschen stärken ohne Populismus
Humanistische Weltanschauung zwischen Alltagshumanismus, Werturteilen und Wissenschaft
Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg, Band 11
256 Seiten, kartoniert, Euro 20.-
ISBN 978-3-86569-283-2

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