Alibri-Autoren im IBKA-Bootcamp

Als „Bootcamp“ hatte der IBKA-Geschäftsführer im Spaß das Mitgliederseminar zum Thema Öffentlichkeitsarbeit bezeichnet, kurz nachdem die Idee dazu geboren war. Am vergangenen Wochenende hat es nun stattgefunden, den Namen war es nicht mehr losgeworden, und alle „Schleifer“ hatten einen Bezug zum Alibri Verlag. Den Hauptteil bestritt Corinna Gekeler, deren im Rahmen der GerDiA-Kampagne erstellte Studie über die Diskriminierung in Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft die Grundlage für das Buch Loyal dienen darstellte. Sie vermittelte theoretische Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit und leitete die praktischen Übungen zu Interview und Pressemitteilung. Rainer Ponitka, Herausgeber des Ratgebers Konfessionslos in der Schule, hatte zuvor, insbesondere mit Blick auf die Aktiven, die den Verband noch nicht so lang kennen, den IBKA und seine 40-jährige Geschichte vorgestellt. Am zweiten Tag ging es dann um politische Kampagnen; hierzu referierte Gunnar Schedel aus dem Alibri-Verlagsteam.

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Kunst trifft Philosophie

Dass philosophische Überlegungen ein Kunstwerk als Ausgangspunkt hernehmen, kommt immer wieder vor. Seltener hingegen greift ein Kunstwerk einen philosophischen Satz auf. Genau diese besondere Aufmerksamkeit hat nun Franz-Josef Wetz erfahren: Der Künstler Hans-Martin Donner verwendet einige Zeilen aus dem 2014 erschienenen Buch Rebellion der Selbstachtung und verbindet sie mit einem Porträt Darwins.
In voller Größe zu sehen ist das Kunstwerk in der Ausstellung Ecce Homo | Malerei und Plastik in der galerie m beck | christopher naumann im Homburg / Saar (Am Schwedenhof 4a). Die Ausstellung beginnt am 8. September und ist dann bis 3. Oktober jeweils Dienstag bis Freitag von 15 bis 20 Uhr geöffnet.

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MIZ 2/17: stimmen, abstimmen, mitbestimmen

Dass Wahlprogramme nicht zwangsläufig die zukünftige Regierungspolitik vorhersagen, weiß auch die MIZ-Redaktion. Christoph Lammers weist in seinem Editorial darauf hin und auch auf die Tatsache, dass oft gesellschaftliche Entwicklungen politische Entscheidungen bzw. Gesetzgebungsverfahren nach sich ziehen (und nicht umgekehrt). Trotzdem widmet sich Heft 2/17 den Wahlprogrammen der Parteien, denn gerade in der Langzeitperspektive lässt sich doch die eine oder andere Entwicklung erkennen.
So meint Gunnar Schedel, dass in der nächsten Legislaturperiode eine Ausweitung von Kirchenprivilegien auf islamische Verbände ansteht – unabhängig davon, wer die Regierung stellen wird. Zwar gehen die Angebote an die Islamverbände unterschiedlich weit, aber da alle Parteien, bei denen eine Regierungsbeteiligung denkbar erscheint, sich mit diesen an einen Tisch setzen wollen, ist absehbar, dass das Thema „Gleichbehandlung“ auf der Tagesordnung stehen wird.
Stimmen hat die MIZ aus den drei Parteien eingeholt, in denen es (offizielle oder inoffizielle) säkulare Bundesarbeitsgruppen gibt: Weiterlesen

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Leistungsbilanz statt Wahlprüfsteine

Gestern wurde MIZ 2/17 ausgeliefert, deren Schwerpunkt sich anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl mit den Positionen der Parteien das Verhältnis von Staat und Religionsgesellschaften befasst. Da ein Artikel von Gerhard Rampp über eine Untersuchung der Wahlprogramme durch die Säkularen Liberalen nur in einer stark gekürzten Fassung aufgenommen werden konnte, veröffentlichen wir hier den vollständigen Text.

Wahlprüfsteine? Leistungsbilanz!
Von Gerhard Rampp

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen zuerst Naturschutzverbände und dann auch andere auf die Idee, vor Wahlen allen Kandidierenden programmatische Fragen zu „ihrem“ Themengebiet zu stellen und diese dann zu „Wahlprüfsteinen“ zu erheben. Die Parteien und ihre persönlichen Aushängeschilder vor Ort haben sich inzwischen aber darauf eingestellt und informieren sich zunächst über die befragenden Organisationen, um dann genau das zu antworten, was diese gern hören wollen. Genau genommen sind also auch Wahlprüfsteine nur Versprechen auf jeweils einem speziellen Gebiet. Hauptsache, die Wählenden sind mit der Antwort zufrieden und machen an der richtigen Stelle ihr Kreuzchen. Weiterlesen

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Martin Luther: Judenfeindliche Schriften Band 2

Die weithin bekannte Hetzschrift Von den Juden und ihren Lügen war weder das einzige noch das unerträglichste Buch Martin Luthers. Lange davor und bis kurz vor seinem Tod schrieb er weitere judenfeindliche Bücher und Texte, die unmittelbar auf die Verächtlichmachung des Judentums und dessen Vertreibung aus Deutschland abzielten.
Dieser Band der judenfeindlichen Schriften Luthers dokumentiert vier Texte, die erstmals vollständig in heutiges Deutsch übertragen wurden:
– Dass Jesus Christus als Jude geboren wurde (1523)
– Brief an Josel von Rosheim (1537)
– Gegen die Sabbather (1538)
– Vom Schem Hamphoras und der Abstammung Christi (1543)
Gerade letzteres Buch stellt einen weiteren Tiefpunkt deutschen Schrifttums dar und beweist, dass Martin Luther keine Person war, die man heute noch feiern sollte. Um seine Texte historisch einordnen zu können, haben die Herausgeber jeder Schrift eine ausführliche Einleitung vorangestellt.

Martin Luther
Judenfeindliche Schriften, Band 2
Hrsg. von Karl-Heinz Büchner, Bernd Kammermeier und Reinhold Schlotz
317 Seiten, kartoniert, Euro 20.-
ISBN 978-3-86569-229-0

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite

 

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Bye-bye aLiVe-Auslieferung, hello sova

In Kürze geht für uns eine Ära zu Ende: Nachdem wir 20 Jahre lang durch die Auslieferung der Assoziation Linker Verlage (aLiVe) unsere Bücher an die Buchhandlungen verschickt haben, wechseln wir zum 1. Oktober zur sozialistischen verlagsauslieferung (sova). Die aLiVe-Auslieferung war ein überaus erfolgreiches Projekt, das vier kleinen Verlagen den Weg in den Buchhandel geebnet hat. Gegründet von Alibri, Schmetterling, Unrast sowie dem heute nicht mehr bestehenden Atlantik Verlag und organisiert als selbstverwalteter Betrieb war sie im umfassenden Sinne „unsere“ Auslieferung.
Heute kam der erste Lastwagen mit Paletten aus Stuttgart in Maintal an, wo in Zukunft der Großteil unserer Bücher lagern wird. Weiterlesen

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Karsten Krampitz: Serie im Neuen Deutschland

Die Tageszeitung Neues Deutschland bringt derzeit eine Serie unseres Autors Karsten Krampitz, in der er die zentralen Ergebnisse seines Buches „Jedermann sei untertan“ zusammengefasst präsentiert. Soeben erschienen ist der zweite Teil, der sich unter dem Titel „Frömmelnde Rückbesinnung“ mit der evangelischen Kirche in der Nachkriegszeit auseinandersetzt. Eine bedeutende Rolle spielt dabei der spätere EKD-Ratsvorsitzende Otto Dibelius und sein Kampf gegen den „großen Säkularisierungsprozess“.
Der erste Teil „Gegen Juden und Kommunisten“ behandelte die Zeit bis zum Ende der Weimarer Republik – die der evangelischen Kirche die Freiheit gebracht hatte, aber trotzdem vehement abgelehnt wurde. Der abschließende dritte Teil, der für nächste Woche vorgesehen ist, wird sich mit dem Werdegang der evangelischen Kirche in der DDR beschäftigen.

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Alfred Binder im Interview

Dass Alfred Binder seit über 30 Jahren Zen praktiziert und insofern seine Kritik in Mythos Zen auch eine Innenansicht bietet, geht aus seiner kurzen biographischen Notiz hervor. Nun hat er sich anlässlich des Erscheinens seines neuen Buches Buddhismus. Lehre und Kritik ausführlicher zu seinen Erfahrungen mit Zen im Besonderen und dem Buddhismus im Allgemeinen geäußert. Dem Humanistischen Pressedienst gibt er Auskunft über sein Interesse für eine Philosophie des Nicht-.Denkens, über seine Verunsicherung nach der Erfahrung der ersten Meditationstage, seine Versuche, den Buddhismus als Methode zur Befreiung zu verstehen, und über die Gründe, warum es am Ende doch nicht geklappt hat, Buddhist zu werden. Wer mehr über den Autor, seine Zweifel und kritischen Einschätzungen erfahren möchte, kann das Interview auf hpd nachlesen.

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Neuerscheinung: Karsten Krampitz, „Jedermann sei untertan“

Der Schriftsteller und Historiker Karsten Krampitz hat eine kritische Überblicksgeschichte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und ihrer Vorläuferorganisationen geschrieben. Er verfolgt den Weg des deutschen Protestantismus durch die Moderne, nachdem die Weimarer Reichsverfassung die evangelischen Kirchen aus dem „landesherrlichen Regiment“ in die Freiheit entließ. Dabei zeigt sich eine lange Kontinuität „nationalprotestantischer“ Einstellungen durch Weimarer Republik und Drittes Reich hindurch bis in die Nachkriegszeit.
Der Autor beschreibt die ablehnende Einstellung des Protestantismus zur Weimarer Republik und untersucht, warum sich kein anderes Sozialmilieu so aufnahmebereit für die Ideologie des Nationalsozialismus zeigte wie das kleinbürgerlich-evangelische. Anhand neuer Quellen und Dokumente erzählt er von der Beteiligung der Kirche an der Ermordung der europäischen Juden und entlarvt die Schilderung vom Widerstand der Bekennenden Kirche im Dritten Reich als Lebenslüge der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Für die Zeit nach dem Krieg macht Krampitz deutlich, dass es auch in der Kirche keine Stunde Null gab. Erst in den Sechzigerjahren erfasst der gesellschaftliche Wandel auch die evangelischen Kirchen. Die organisatorische Trennung der DDR-Kirchen von der EKD trägt dazu bei, dass die Kirchen in beiden deutschen Staaten unterschiedliche Entwicklungen nehmen. Während sich die EKD in Westdeutschland dem Staat andiente, die Wiederaufrüstung durch den Militärseelsorgevertrag begleitete und in ihren Erziehungsheimen schlimmstes Unrecht beging, geriet der ostdeutsche Protestantismus zunehmend in die ideologische Diaspora. Auch der 1969 gegründete Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR litt an Mitgliederschwund, bekam aber gleichzeitig immer mehr Zulauf.


Karsten Krampitz
„Jedermann sei untertan“
Deutscher Protestantismus im 20. Jahrhundert.
Irrwege und Umwege
352 Seiten, kartoniert, Euro 20.-
ISBN 978-3-86569-247-4

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite

 

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Neuerscheinung: Alfred Binder, Buddhismus

Der Buddhismus ist die älteste der sogenannten Hochreligionen. Seit ungefähr 100 Jahren erfreut er sich auch in Europa stetig wachsender Beliebtheit. Wer nach Gründen für den Erfolg des Buddhismus in der westlichen Welt sucht, wird darauf verwiesen, dass dieser keinen strafenden Gott und keine heiligen Kriege kenne, dass anstelle von Dogmen und blindem Glauben fundiertes Wissen und Meditation stünden. Außerdem stelle keine andere Religion, keine Wissenschaft und keine philosophische Lebenskunst so viele wirksame Methoden zur Bewältigung des modernen Alltags bereit.
Kritische Perspektiven sind seltener zu finden, vor allem aber mangelte es an einer systematisch-kritischen Untersuchung. Alfred Binder stellt die Kernlehre und Praxis des Buddhismus detailliert dar und arbeitet dessen theoretischen Unzulänglichkeiten, Ungereimtheiten und den für vormoderne Epochen typischen Aberglauben präzise heraus. Zunächst führt er durch die kanonischen Lehren und ihre Probleme. Anhand der Mahayana-Philosophie vertieft er die kritische Erörterung zentraler buddhistischer Begriffe und Vorstellungen. Schließlich befasst er sich mit modernen Positionen, die den Buddhismus als Wissenschaft des Geistes und als Psychotherapie verstehen.


Alfred Binder
Buddhismus
Lehre und Kritik
316 Seiten, kartoniert, Euro 20.-
ISBN 978-3-86569-243-6

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite

 

 

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