Neuerscheinung: Paul Henri Thiry d’Holbach, Der gesunde Menschenverstand

In Zeiten, in denen Religionskritik sich oft bemüht, behutsam und ausgewogen zu argumentieren, bietet Der gesunde Menschenverstand ein erfrischendes Kontrastprogramm. Der bei Landau geborene Baron Paul Thiry d’Holbach demontiert darin unbefangen religiöse Denkmuster. Die beißende Streitschrift erschien erstmals anonym im Jahr 1772. Sie inspirierte die französischen Revolutionäre und bereitete die in Frankreich bis heute bestehende Trennung von Staat und Kirche vor. Doch Holbachs Argumente sind zeitlos gültig und sein naturalistisches, lebensbejahendes Weltbild wirkt bis heute nach.

Paul Thiry d’Holbach (1723-1789) gehört zum radikalen Flügel der französischen Aufklärung. Er vertrat einen dezidiert materialistischen und atheistischen Standpunkt, seine religionskritischen Werke erschienen aber anonym. Auch sein bekanntestes Werk, System der Natur, publizierte er nicht unter seinem Namen. Der gesunde Menschenverstand fasst die Grundthesen dieses Werkes prägnant zusammen.

Paul Henri Thiry d’Holbach: Der gesunde MenschenverstandPaul Henri Thiry d’Holbach

Der gesunde Menschenverstand
Aufklärerische Streitschrift und grundlegendes Dokument der Religionskritik
Nach einer Übersetzung von Samuel Ludvigh,
neu herausgegeben und kommentiert von Gottfried Beyvers und Angelika Penzkofer-Beyvers

246 Seiten, kartoniert, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-234-4
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Lesung von Arzu Toker: Kein Schritt zurück – Frauen im Islam

img_7853Im Rahmen der Interkulturellen Woche lud die GBS Mainz/Rheinhessen e.V. am vergangenen Donnerstag, dem 15. September, zu einer Lesung von Arzu Toker aus ihrem im Vorjahr erschienenen Buch Kein Schritt zurück ein. Die Lesung fand in den Räumlichkeiten der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz statt. In der Lesung setzte sich die Schriftstellerin und Journalistin kritisch mit dem islamischen Verständnis von „Ehre“ und dessen gesellschaftlichen Folgen für Frauen und Männer auseinander. Weiterlesen

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Neuerscheinung: Rudolf Stumberger, München ohne Lederhosen

Maßkrüge, Oktoberfest, Möpse in Dirndln – das Klischee hat München fest im Griff. Dieses Buch versteht sich als eine alternative Annäherung an eine Stadt, in der immerhin die erste Räterepublik auf deutschem Boden ausgerufen wurde. Erzählt wird die Münchner Stadtgeschichte anhand der politischen Kontroversen um ihre Denkmäler. Denn wer meint, Geschichte ist ein abgeschlossenes Kapitel, irrt: Um ihre Bedeutung wird nach wie vor gerungen und sie ist Teil der gegenwärtigen politischen Auseinandersetzungen. Das Buch lässt Orte und Gedenkstätten ebenso lebendig werden wie den politischen Streit darum und erzählt wenig bekannte Details dieser Geschichte: Vom Wittelsbacher Fonds, der munter sprudelnden Geldquelle für das ehemalige bayerische Königshaus über Walburga Weber, einem der Opfer von SS-Chef Heinrich Himmler, bis hin zu den Revolten jüdischer Flüchtlinge nach 1945 und den Aktivitäten der Geheimdienste in den 1960er Jahren.

München ohne Lederhosen (1919-1968) bietet einen Spaziergang durch die Geschichte der bayerischen Landeshauptstadt. Beginnend mit der Ausrufung der Republik sucht der Band nach den Spuren demokratischer, widerständiger Traditionen und führt zu den Orten, an denen diese noch sichtbar sind. Dazu gehört zum Beispiel der Gedenkstein für die Toten der Revolution 1919 ebenso wie das jetzt entdeckte Grab des Roten Stadtkommandanten Rudolf Egelhofer. Und dazu gehören auch das „Amerikahaus“ als Beispiel demokratischer Architektur oder die ARRI-Filmstudios, in denen „Kongo-Müller“ von einem DDR-Filmteam über den Tisch gezogen wurde.

Ein zweiter Band, der die Geschichte bis in die Gegenwart fortführt, ist in Vorbereitung.

Rudolf Stumberger: München ohne LederhosenRudolf Stumberger

München ohne Lederhosen
Ein kritisch-alternativer Stadtführer (Von November 1918 bis in die 1960er Jahre)

199 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Klappenbroschur, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-198-9

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Neuerscheinung: Aziz Nesin, Meine Liebe ist meine Religion

Der türkische Autor Aziz Nesin ist immer noch vorwiegend als Satiriker bekannt. In dem von Klaus Liebe-Harkort vorgelegten Sammelband begegnet er uns als bedeutender Schriftsteller und als radikaler Humanist. Die Erzählungen drehen sich um die großen menschlichen Themen, um Liebe, Einsamkeit und Tod. Es handelt sich um Geschichten, „bei denen es nichts zu lachen gibt“ (Klaus Liebe-Harkort im Vorwort), die aber trotzdem fast immer einen optimistischen Ausblick gewähren: Aziz Nesin hält an der Veränderbarkeit der Welt und an der Kraft menschlichen Denkens fest.
In einer Zeit, in der die Türkei unter Präsident Erdoğan immer weiter nach rechts driftet, ist es umso wichtiger, jenen türkischen Traditionen Gehör zu verschaffen, die Ausgrenzung und Autoritätsgläubigkeit längst hinter sich gelassen hatten. Neben vielen anderen gehört dazu auch der atheistische Schriftsteller Aziz Nesin, der stets das Menschsein als Ausgangspunkt seiner Dichtung nahm.

Aziz Nesin: Meine Liebe ist meine Religion
Aziz Nesin

Meine Liebe ist meine Religion

268 Seiten, gebunden, Euro 18.-
ISBN 978-3-86569-238-2

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Wiglaf Droste zu Martin Luthers Von den Juden und ihren Lügen

Martin Luther: Von den Juden und ihren LügenWiglaf Droste ist den meisten Menschen als Satiriker und Sänger mit gesellschaftskritischen Anspruch bekannt. Für die Junge Welt hat sich Droste nun das bei uns erschienene Buch Von den Juden und ihren Lügen von Martin Luther angesehen. Der Autor zeigt sich ob des Inhalts des Pamphlets schockiert und hält fest, dass das, was Luther dort von sich gibt, weit über die zeittypischen Ressentiments gegenüber Juden hinausginge. Folgerichtig nennt er das Werk bereits in der Überschrift eine „Handreichung zum Progrom“. Dennoch ist eine Auseinandersetzung mit dem Stoff für den Rezensenten unverzichtbar. Die ganze Rezension von Wiglaf Droste kann man bei der Jungen Welt nachlesen.

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Familienbuch in Kinderbuch-Ausstellung

B250#WerbungUnser „Familienbuch“ von Edward Summanen und Johanna Arpiainen wird derzeit in einer Vitrinenausstellung zum Thema „Die schönste (Neben-) Sache der Welt: Liebe und Sexualität im Kinder- und Jugendbuch“ auf den Fluren der Bibliothek für Jugendbuchforschung in Frankfurt ausgestellt.
Die Literaturauswahl umfasst Bilderbücher, Erzählliteratur und Sachbücher zu Themen wie erste Liebe und das erste Mal, verbotene Liebe, Homosexualität sowie sexuelle Aufklärung, Pubertät und körperliche Entwicklung.
Die Ausstellung ist zu sehen von Montag bis Freitag in der Zeit von 9.00 bis 16.30 Uhr im I.G.-Farben-Haus auf den Fluren der Bibliothek für Jugendbuchforschung (Querbau 1, Erdgeschoss, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt).

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Buchpräsentation auf IG Metall-Festakt

Am gestrigen Mittwoch hat die IG Metall mit einem Festakt ihr 125-jähriges Bestehen in der Untermainregion gefeiert. In diesem Rahmen wurde auch das neue Buch von Monika Schmittner erstmals präsentiert. Es beschreibt die Geschichte der Metallgewerkschaft von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, vom Wiederaufbau freier Gewerkschaften bis hin zur Vertretung von den Interessen der Beschäftigten unter den Rahmenbedingungen der Industrie 4.0.
Die Autorin war am Buchstand anwesend, führte viele Gespräche und nahm auch an der Podiumsdiskussion teil. Befragt, was sich in den letzten 125 Jahren aus gewerkschaftlicher Sicht geändert habe, antwortete sie: „Eigentlich nichts.“ Zwar hätten sich die Arbeitsverhältnisse verändert, aber der Konflikt zwischen Kapital und Arbeit bestehe nach wie vor  und so gebe es heute wie damals viele Situationen im Betrieb, die eine gewerkschaftliche Organisation notwendig machten. Die Geschichte zeige, dass die Gewerkschaften durchaus Verbesserungen durchsetzen konnten, dass aber immer auch neue Herausforderungen entstehen.
Aufgrund der großen Hitze fand keine längere Debatte über die auf dem Podium vertretenen Thesen statt, im Saal und an den Stehtischen im Freien gingen die Gespräche freilich lange weiter. Da waren dann nicht nur einige Gesichter zu sehen, die auch im Buch zu finden sind, es waren auch einige Mitglieder des Arbeitskreises anwesend, die Monika Schmittner bei ihren Recherchen beraten und unterstützt hatten, darunter der langjährige Aschaffenburger DGB-Vorsitzende Remo Schardt und der ehemalige IG Metall-Bevollmächtigte Herbert Reitz.

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Neuerscheinung: Karlheinz Deschner, Die frühen autobiographischen Romane

Seine Romane schrieb Deschner 1956 und 1958, als er Anfang dreißig war. Beide sind deutlich autobiographisch geprägt. Vor allem sein literarisches Debüt Die Nacht steht um mein Haus wurde von der Kritik begeistert aufgenommen. Wolfgang Koeppen zeigte sich „außerordentlich beeindruckt“, Walter Muschg nannte das Buch „eine vehemente Sache“, Peter Rühmkorf sprach von einem „Buch aus Mut und Musikalität“. Auch heute noch wird diese „radikale Autobiographie“ (Michael Schmidt-Salomon) gewürdigt als „das Werk eines Genies ohne Welt“ (Süddeutsche Zeitung). Beide Bücher gelten nach wie vor als „Juwelen der unmittelbaren Nachkriegsliteratur“ (Nürnberger Nachrichten), worin sowohl der Literatur- als auch der Kirchenkritiker Karlheinz Deschner bereits deutlich vernehmbar ist. Wer seine Sachbücher schätzt, wird im literarischen Frühwerk ein erhellendes Pendant entdecken.

Karlheinz Deschner: Die frühen autobiographischen RomaneKarlheinz Deschner

Die frühen autobiographischen Romane
Die Nacht steht um mein Haus
Florenz ohne Sonne

Durchgesehene Neuauflage
220 Seiten, gebunden, Euro 19.-
ISBN 978-3-86569-233-7

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E-Books von Colin Goldner zu gewinnen

Unser Autor Colin Goldner gehört zu den renommiertesten Kritikern der Haltung von Tieren in Zoos. In seinem zuletzt erschienenen E-Book Der Zoo – Kein Platz für Tiere gibt er einen kurzen Überblick über die Realität in den Zoos, die Lebensbedingungen der Tiere und bietet die grundlegenden Argumente für eine Schließung der Anstalten. Dieses E-Book können Sie nun bei einer Verlosung der Tierschutzorganisation Peta gewinnen. Einsendeschluss ist der 14. Juli.

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Colin Goldner schreibt in der Emma

Colin Goldner: Der Zoo - Kein Platz für TiereUnser Autor Colin Goldner hat für die aktuelle Ausgabe der Emma einen Beitrag zum Thema Tierrechte und Zoos verfasst. In diesem Artikel legt er dar, wie überflüssig Zoos für das 21 Jahrhundert sind. Zudem entlarvt er die angeblichen Tierschutzbemühungen der Tierparks als Mythos. Sein Fazit ist daher klar: Schließt die Zoos!
Die aktuelle Emma ist am Kiosk oder online erhältlich. Colin Goldners wegweisende Bücher zum Thema Tierrechte finden Sie in unserem Shop.

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