Jacques Tillys Buch in aller Munde…

Keine vier Wochen ist Jacques Tillys Buch Despoten.Demagogen.Diktatoren nun lieferbar und schon jetzt kann von einem Erfolg gesprochen werden: Denn ganz Düsseldorf spricht über das Buch. Bereits die Pressekonferenz am 4. Oktober war gut besucht und am darauffolgenden Tag berichteten die Zeitungen über das neue Werk „unseres Rosenmontagskünstlers“.
Auch der lokale Buchhandel teilt die Begeisterung für den Bildband: fast überall liegt das Buch aus (wie unser zweites Foto zeigt, manchmal auch stapelweise). Niemand muss den weiten Weg zum Amazonas auf sich nehmen, um das Buch in Händen zu halten. Weiterlesen

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Carsten Pollnick / Hans Büttner: Revolution und Räterepublik

Wohl über keinen historischen Vorgang in der Neuzeit herrscht so viel Unklarheit wie über die deutsche Revolution von 1918/1919. Hat die sozialdemokratische Führung, die am 9. November 1918 die Regierungsgewalt übernahm, die Revolution gemacht oder niedergeschlagen? Hat sie Deutschland vor dem Bolschewismus gerettet oder der Reaktion zum Sieg verholfen? Hat es überhaupt eine echte Revolution gegeben? Und wenn ja: Ist sie eine Sternstunde oder nur eine Randnotiz in der deutschen Geschichte?
Carsten Pollnick und Johannes Büttner beschreiben die Geschichte des Arbeiter- und Soldatenrates in Aschaffenburg im Kontext der bayerischen Räterepublik. Sie zeigen die brisante Entwicklung von November 1918 bis zu deren gewaltsamer Auflösung im Mai 1919. Während dieser Prozess in München gewaltsam verlief und Hunderte Todesopfer forderte, endete der Versuch einer Revolution und Räteherrschaft in Aschaffenburg unblutig; die Protagonisten wurden jedoch wegen Hochverrats angeklagt und zu Festungshaft verurteilt.

 

Carsten Pollnick / Hans Büttner
Revolution und Räterepublik
Aschaffenburg in der bayerischen Räterepublik 1918/1919
200 Seiten, kartoniert, Euro 14.-
ISBN 978-3-86569-221-4

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Ralf Schöppner (Hrsg.): Menschen stärken ohne Populismus

Der Band versammelt philosophische, historische und politische Beiträge, die humanistische Weltanschauung als kulturelle Praxis und philosophisches Konzept untersuchen. Sie ist heute – so wird gezeigt – eine verbreitete gelebte Praxis in unterschiedlich stark expliziten und artikulierten Formen. Sie kann ein glückliches, sinnvolles und verantwortungsvolles menschliches Leben unterstützen.
Mit Beiträgen von Tina Bär, Alexander Bischkopf, Hubert Cancik, Hildegard Cancik-Lindemaier, Gerhard Engel, Michael Hampe, Thomas Heinrichs, Ralf Schöppner, Jennifer Stange, Heinz-Bernhard Wohlfarth und Frieder Otto Wolf.

Ralf Schöppner (Hrsg.)
Menschen stärken ohne Populismus
Humanistische Weltanschauung zwischen Alltagshumanismus, Werturteilen und Wissenschaft
Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg, Band 11
256 Seiten, kartoniert, Euro 20.-
ISBN 978-3-86569-283-2

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Rückblick: Alibri im Club Voltaire

Die Veranstaltungen der Gegenbuchmasse finden an verschiedenen Orten statt. Neben dem Café ExZess in der Leipziger Straße ist es vor allem der Club Voltaire, der Autorinnen und Autoren, deren Werke aus der Masse der Bücher herausstechen, ein Bühne bietet. Im ExZess war dieses Jahr im Rahmen der Langen Buchnacht Jacques Tilly zu sehen, der sein Buch Despoten.Demagogen.Diktatoren in Ton und Bild vorstellte.
Im Club Voltaire las Franz Josef Wetz aus seinem Buch Exzesse und stellte die These zur Diskussion, ob der Mensch nicht ein „Ventil“ brauche, um seine dunklen Begierden sozialverträglich auszuleben. Wird, wer das pralle Leben genießt, auf Konzerten sich in der Musik verliert, mit Drogen experimentiert oder leidenschaftlichen Sex erlebt, noch das Bedürfnis verspüren, exzessiv Gewalt auszuüben. Das Publikum war sich nicht ganz einig, ob der Titel der Veranstaltung: „Wer tanzt, tötet nicht“ zu unterschreiben ist.
Am darauf folgenden Tag war dann Peter Menne, den unser Foto neben Franz Josef Wetz als Moderator zeigt, selbst Referent. Die Präsentation seiner literaturwissenschaftlichen Arbeit über Rainer Werner Fassbinders Der Müll, die Stadt und der Tod im Vergleich mit Gerhard Zwerenz’ Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond hatte viele ZeitzeugInnen angelockt. Es entspann sich eine rege Debatte über Fassbinders schriftstellerische Leistung, die Gentrifizierung des Frankfurter Westends (als es das Wort noch nicht gab) und den Häuserkampf einschließlich der Frage, ob es dort seinerzeit antisemitische Tendenzen gab. So war die Veranstaltung ein schönes Beispiel dafür, wie Wissenschaft aus dem Elfenbeinturm heraustritt.

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Horst Groschopp: Konzeptionen des Humanismus

Nahezu jede Verwendung des Wortes „Humanismus“ erfolgt aus programmatischen Motiven und Überlegungen. Diese Variationen werden in diesem Kompendium erstmals umfassend dargestellt anhand exemplarischer Beispiele in wissenschaftlichen Studien, populären Texten und grundsätzlichen Äußerungen in deutscher Sprache. Die Vielfalt verdeutlicht den offensichtlichen Reichtum der Anwendungen von „Humanismus“, inklusive die Benutzung als „Hilfswort“ bei unbestimmten Verwendungen, sobald die Sphären der wissenschaftlichen Spezialliteraturen verlassen werden.
Das alphabetisch geordnete „Handbuch“ fragt nach den Intentionen und Haltungen der sich über „Humanismus“ öffentlich äußernden Subjekte und nach den aktuellen wie historischen Sachverhalten und „Botschaften“, die abgebildet bzw. ausgesandt werden. Erfasst werden vor allem Differenzierungen im Humanismus, etwa hinsichtlich ihrer differenten Beziehungen zu Atheismus, Freidenkerbewegung, Laizismus, Religion sowie Religions- und Kirchenkritik, aber auch zu den verschiedensten weltanschaulichen wie wissenschaftlichen Phänomenen, die als „Humanismus“ bzw. „humanistisch“ argumentieren. Es geht dabei um sachkundige Einführung und Vorstellung von realen Konzepten des Humanismus per Wortgebrauch.
Wer in der Gesellschaft mit einem Konzept von Humanismus auftritt oder aufzutreten beabsichtigt oder dagegen argumentiert, wird sich nach Vorliegen der Publikation dieser Sammlung bedienen können, um sich zu verorten.

 

Horst Groschopp
Konzeptionen des Humanismus
Alphabetische Sammlung zur Wortverwendung in deutschsprachigen Texten
Reihe Humanismusperspektiven, Band. 4
316 Seiten, kartoniert, Euro 24.-
ISBN 978-3-86569-284-9

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Émilie Hubert: Die weichgekochte Erde

Professor Neugierig ist außer sich, als er durch sein Teleskop in den Weltraum schaut und dort zerbrochene Planeten sieht. Und zu allem Übel sind da auch noch diese seltsamen geheimnisvollen Briefe, die auf die Erde herunter flattern und die Menschen verrückt machen. Professor Neugierig erkennt: Unser Planet kocht! Droht eine globale Katastrophe? Doch wer ist dafür verantwortlich?
Auf originelle Weise beschäftigt sich das Bilderbuch mit den drängenden Fragen des Klimawandels. Im hinteren Teil gibt es informative Tipps und Hinweise u.a. zu umweltverträglichem Verkehr und ökologischem Einkaufsverhalten sowie ein Rezept und eine Bastelanleitung.

Émilie Hubert
Die weichgekochte Erde
Illustriert von Maud Roegiers
Aus dem Niederländischen übersetzt von Johnny Van Hove
Ab 6 Jahren
32 Seiten, gebunden, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-263-4

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Jan Egesborg: Primzahlzwillinge

Immer wieder wird der schlaue Herr Frosch von den anderen Tieren besucht, die ihm alle möglichen Fragen und Rätsel stellen. Zwei Schildkröten geben ihm diesmal eine wirklich knifflige Rätselfrage zu den Primzahlen auf, genauer gesagt zu den „Primzahlzwillingen“. Über dieses komplizierte mathematische Phänomen zerbricht sich Herr Frosch so lange den Kopf, bis er schließlich erschöpft einschläft. Doch das Rätsel beschäftigt ihn auch im Schlaf und Herr Frosch erlebt im einige spannende Zahlenabenteuer, bis ihn die Schildkröten von der Rätselfrage erlösen…

Primzahlzwillinge entstand, als der Autor Jan Egesborg in einer schlaflosen Winternacht eine Vermutung zu einem aktuellen mathematischen Problem hatte. Er ließ diese Idee von Wissenschaftlern der dänischen Universität Aarhus prüfen und sie erwies sich als stichhaltig. Während die Mathematiker im Sommer 2016 am Beweis dieser Vermutung arbeiteten, entstand zur gleichen Zeit das Kinderbuch. Die erste Auflage war in Dänemark innerhalb eines Monats vergriffen.


Jan Egesborg
Primzahlzwillinge
Illustriert von Johannes Töws
Aus dem Dänischen übersetzt von Pia Bertelsen
Ab 7 Jahren
24 Seiten, gebunden, Euro 14.-
ISBN 978-3-86569-262-7

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Jacques Tilly: Despoten. Demagogen. Diktatoren

Ob Recep Tayyip Erdoğan, Jarosław Kaczyński, Viktor Orbán, Donald Trump, Wladimir Putin, islamistische Terrorgruppen, fundamentalistische Christen, Front National, FPÖ oder AfD – weltweit und quer durch alle Weltanschauungen feiern autoritäre Staatschefs, Parteien und Gruppierungen Erfolge. Eine unbeugsame zivilgesellschaftliche Gegenstimme ist der Künstler Jacques Tilly mit seinen international beachteten Großplastiken.
Bundesweit bekannt wurde er durch seine politischen Mottowagen beim Düsseldorfer Rosenmontagszug, die regelmäßig großen Protest und Diskussionen auslösen. Inzwischen werden seine Arbeiten weltweit wahrgenommen, abgebildet und kommentiert. „Satire heißt nicht einfach nur Draufhauen, Verspotten und Verletzen um jeden Preis. Satire sollte sich durch eine innere Haltung auszeichnen, einen Wertekanon, einen ethischen Kompass“ – so Tilly.
Der reich illustrierte Band stellt in einem großen satirischen Bilderbogen die gegenwärtigen Feinde einer offenen Gesellschaft bloß und gewährt Einblick in das politische Engagement des Künstlers. Das Buch verteidigt eine Utopie von Freiheit gegen die Träume autoritärer Charaktere.

Jacques Tilly
Despoten. Demagogen. Diktatoren.
Ein satirisches Bilderbuch
Vorwort von Jürgen Becker
120 Seiten, gebunden, Euro 15.-
ISBN 978-3-86569-299-3

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Alibri-Bücher auf der Linken Literaturmesse

In neuem Ambiente findet dieses Jahr die Linke Literaturmesse statt: nicht mehr im Künstlerhaus, einem historischen Gebäude in der Königstraße, gewissermaßen direkt an der alten Stadtmauer, sondern auf dem ehemaligen AEG-Gelände in der Fürther Straße.
Geboten wird freilich, was es auch in den 22 Jahren zuvor gab: Verlage stellen ihre neuen Bücher aus, Autorinnen und Übersetzer präsentieren ihre jüngsten Arbeiten, Linke unterschiedlicher Strömungen diskutieren auf Podien aktuelle Themen. Über dreißig Verlage und über 50 Veranstaltungen lassen den Weg nach Nürnberg lohnend erscheinen. Auch Alibri ist mit zwei Vorträgen vertreten: Am Samstag um 14 Uhr wird Bernd Harder erklären, was eine Verschwörungstheorie ist und worin sie sich von Gesellschafts-, Herrschafts- oder Wissenschaftskritik unterscheidet. Am Sonntag um 12 Uhr wird der Übersetzer Lou Marin das Buch Wie Muslime erzeugt werden von Nedjib Sidi Moussa vorstellen, das identitäre Vorstellungen innerhalb von Teilen der Linken kritisiert und den Universalismus emanzipatorischer Ansätze gegen die religiöse Rechte und ihre überraschenden Bündnispartner verteidigt.
Die Linke Literaturmesse geht von Freitag 19 Uhr bis Sonntag 15 Uhr. Die Kulturwerkstatt Auf AEG ist in der Fürther Straße 244d (ausreichend Parkplätze vorhanden; mit der U-Bahn: U1, Haltestelle Eberhardshof).

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Rudolf Stumberger: Das Raubtier und der rote Matrose

Am 22. April 1919 marschierten mehr als zehntausend Angehörige der Roten Armee in Bayern durch die Münchner Ludwigstraße, vorbei an ihrem Kommandanten, dem roten Matrosen Rudolf Egelhofer – eines der vielen vergessenen und verdrängten Details in der Geschichte von Novemberrevolution 1918 und bayerischer Räterepublik 1919. Rudolf Stumberger lässt diese revolutionären Monate in fünf biographischen Skizzen lebendig werden: von Kurt Eisner, der in Bayern die Republik ausrief, über den Kulturpessimisten Oswald Spengler, der vor der Revolution „Ekel“ empfand, bis hin zu zwei Akteuren der Räterepublik, dem Anarchisten Gustav Landauer und dem Matrosen Egelhofer – und von dem Sozialdemokraten Heinrich Hoffmann, der die gewaltsame Niederschlagung der Räterepublik zu verantworten hatte.
Dieser Kampf wurde auch mit „Fake News“ geführt. Rudolf Stumberger beschreibt dazu detailliert die rassistische, antisemitische Hetze und Gräuelpropaganda der damaligen Mehrheits-SPD, die schließlich in einem verzerrten und entstellenden Geschichtsbild der historischen Ereignisse mündeten. Damit diese Geschichte erfahrbar wird, führt das Buch auch an die Orte des Geschehens, vom Wohnhaus Eisners am Waldfriedhof über die Schützengräben von Dachau bis zum vergessenen Egelhofer-Grab am Nordfriedhof.

 

Rudolf Stumberger
Das Raubtier und der rote Matrose
Fake News, Orte und Ideologien der Revolution und Räterepublik in München 1918/19
163 Seiten, Abbildungen, kartoniert, Euro 15.-
ISBN 978-3-86569-289-4

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