Interview mit Masih Alinejad

Im Frühling führte unsere Kollegin Teresa Hofmann ein langes Interview mit Masih Alinejad. Dabei ging es nicht nur um ihr Buch Der Wind in meinem Haar, das im November 2021 im Alibri Verlag erschienen ist. Das Video-Interview war eine tolle Gelegenheit für die Autorin und die Übersetzerin, sich endlich einmal „persönlich“ kennenzulernen.
Man merkt Masih Alinejad an, dass sie durch und durch Frauenrechtsaktivistin ist: Geübt redet sie über den Hidschab-Zwang für iranische Kinder und die absurden Rechtfertigungen dahinter, die Gesetze, die Frauen dafür bestrafen, wenn diese Opfer sexueller Gewalt werden, und ihren Aktivismus im Exil. Weiterlesen

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23. März – World Atheist Day

Vor einigen Jahren wurde erstmals der 23. März als Atheist Day ausgerufen (soweit wir sehen, kam die Initialzündung dazu von Atheist Republic). Seitdem bietet das Datum einen Anlass, daran zu erinnern, dass in vielen Regionen der Welt, Atheist:innen unter Repressionen zu leiden haben, strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt sind oder sogar mit dem Tode bedroht werden.
Seit zwei Jahren hat sich auch der Alibri Verlag dieser Kampagne angeschlossen, Atheismus am 23. März ein Gesicht zu geben. Dieses Jahr haben wir uns mit dem neu gegründeten Verein Projekt 48. Forum für Aufklärung, Emanzipation und Skepsis zusammengetan und posten über unsere Social Media-Kanäle Facebook und Instagramm Statements von Aktivist:innen, die sich gegen die Herabsetzung, Diskriminierung und Verfolgung von Atheist:innen solidarisieren. Weiterlesen

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Lesung Alexandra Kollontai: Die neue Frau

Das Buch ist zwar noch nicht gedruckt, die Autorin Alexandra Kollontai und ihre politischen Auffassungen passen aber perfekt zum Internationalen Frauenkampftag. Und so stellte Herausgeberin Nicole Thies das Projekt im Rahmen des feministischen märz in Aschaffenburg im Hannebambel vor. Dabei entwarf sie das Bild einer eigenständigen Frau, die in unterschiedlichsten Rollen für die Emanzipation der Frauen arbeitete: als erste Ministerin im revolutionären Russland, Publizistin, Diplomatin und geschiedene, alleinerziehende Mutter. Ihre Kritik der Moral war grundlegend, ihre Anschauungen zu Sexualität, Liebe und Familienformen sind bis heute modern. Weiterlesen

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Wir suchen Verstärkung

Für die Zeit ab Mai sucht der Alibri Verlag zusammen mit den Verlagen Unrast und Schmetterling eine neue Vertriebskraft, die vor allem den Buchhandel betreuen soll.

Wir sind
drei kleinere Verlage mit politisch engagiertem Programm, Sprachbüchern und Kinderbüchern.

Wir suchen
eine Vertriebskraft, die unsere Bücher dem Buchhandel anbietet und dabei die klassische Reisetätigkeit durch innovative digitale Konzepte ergänzt.

Wer sich dafür interessiert, findet hier die Ausschreibung.

Bewerbungen bitte an:
Alibri Verlag, Postfach 100 361, 63703 Aschaffenburg
verlag@alibri.de, (06021) 62 62 560

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Franziska Becker-Ausstellung in Hanau

Im Herbst 2020 erhielt Franziska Becker den Ludwig-Emil-Grimm-Preis der Stadt Hanau (benannt nach dem Zeichner aus dem Grimm-Clan). Seit 2012 werden mit dem Preis außergewöhnliche Karikaturist:innen ausgezeichnet. Nach Hans Traxler (2012), Greser & Lenz (2015) sowie F. W. Bernstein (2018) ist Becker die erste Künstlerin, die diese Anerkennung für ihre Zeichnungen erhält. Coronabedingt wurden die Preisverleihung und die geplante Sonderausstellung seinerzeit verschoben, nun aber sind im Historische Museum Hanau Schloss Philippsruhe rund 100 Werke aus dem Privatbesitz der Künstlerin zu sehen – die das Faltblatt des Museums einen „Solitär der Komischen Kunst“ nennt. Die Werkschau läuft noch bis 31. Oktober 2021.

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Auszeichnung für Naïla Chikhi

Stellvertretend für die Gruppe Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung hat Alibri-Autorin Naïla Chikhi (im Bild rechts) zusammen mit Fatma Keser den Menschenrechtspreis der Ingrid-zu-Solms-Stiftung entgegengenommen. Auf einem Festakt in Frankfurt betonte Laudatorin Susanne Schröter, wie wichtig die politische Arbeit säkular eingestellter Frauen mit Migrationshintergrund sei. Denn sie sprächen Themen an, die mittlerweile unter einem gesellschaftlichen Tabu stehen wie Gewalt im Namen der Familienehre, Zwangsehen oder der Jungfräulichkeitskult. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau gibt Chikhi Einblick in ihre politischen Auffassungen und erläutert die Motivation für ihr Engagement bei Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung.
Auf derselben Veranstaltung wurde auch der Preis für 2020 verliehen. Dieser ging an Zarifa Ghafari, die erste Bürgermeisterin einer Stadt in Afghanistan.

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23. März – World Atheist Day

Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen, den 23. März als weltweiten Atheist Day im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Angestoßen wurde der Atheist Day von Menschen, die sich von ihrer muslimischen Erziehung emanzipiert haben. In Deutschland hat er noch nicht so richtig Fuß gefasst. Wir meinen: Das sollte sich ändern!
Denn ein jährlicher International Atheist Day bietet die Gelegenheit, Atheismus sichtbar zu machen. Ungläubige könnten Gesicht zeigen, könnten darauf aufmerksam machen, dass Atheismus in zahlreichen Staaten lebensgefährlich ist, strafrechtlich verfolgt wird oder gesellschaftlich geächtet ist. Sie könnten ein Ende der Benachteiligung und Diskriminierung fordern, dagegen auftreten, als Menschen ohne Werte stigmatisiert zu werden, und transnationale Solidarität demonstrieren. Sie könnten gemeinsam eine Veränderung der herrschenden Ordnungen fordern. Weiterlesen

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„Ich will frei sein“-Herausgeberinnen im Interview

Anlässlich der Veranstaltungsreihe Feministischer März haben die Herausgeberinnen von Ich will frei sein, nicht mutig, Naïla Chikhi und Rebecca Schönenbach, ein Interview gegeben. Darin sprechen sie über die öffentliche Wahrnehmung der Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht 2015/16, über Gewalt gegen Frauen in Deutschland und die Welt- und Frauenbilder, die das begünstigen. Das 45-minütige Gespräch kann hier angeschaut werden.

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Geschafft – Das Kreuz mit der Kirche ist in Druck

Natürlich hat es wieder mal länger gedauert, als wir geplant hatten, aber nun ist es geschafft: vergangene Woche haben wir Das Kreuz mit der Kirche in Druck gegeben. Dass sich die Arbeit am sechsten Band der Deschner-Edition hingezogen hat, lag nicht nur an den coronabedingten Einschränkungen bei der Nutzung von Bibliotheken. Es war vor allem der erste Band, der ohne die Unterstützung von Gabriele Röwer erstellt werden musste. Als Karlheinz Deschners langjährige Begleiterin konnte sie stets viele Fragen beantworten, die sich bei der Bearbeitung der Texte ergaben. Ihr Tod im Jahr 2018 hinterließ insofern eine schwer zu füllende Lücke.
Wenn in der zweiten Aprilhälfte das Buch ausgeliefert wird, können sich alle, die vorbestellt haben, auf 738 Seiten kritische Geschichtsschreibung freuen, ein Standardwerk zum Verhältnis von Religion und Sexualität bzw. deren Unterdrückung. Wie bereits Die Politik der Päpste und Abermals krähte der Hahn haben wir das Buch großzügiger gesetzt als die Originalausgabe und vor allem Anmerkungen und Literaturverzeichnis übersichtlicher gestaltet. Auch der eine oder andere Fehler wurde verbessert. Neu ist das Nachwort Freie Liebe für freie Geister von Michael Schmidt-Salomon, in dem deutlich wird, wie aktuell viele der Analysen Deschners nach wie vor sind.
Wer Das Kreuz mit der Kirche zum Subskriptionspreis vorbestellen möchte, kann dies noch bis April tun. Weitere Informationen gibt es auf der Verlagswebseite.

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Hans Albert: Wir gratulieren zum Geburtstag

Am 8. Februar wird Hans Albert 100 Jahre alt. Er gilt als einer der Hauptvertreter eines kritischen Rationalismus. Trotzdem stand er in Deutschland nur einmal im Fokus der Öffentlichkeit: als er 1961 mit Jürgen Habermas den „Positivismusstreit“ in der deutschen Soziologie ausfocht. Die mangelnde mediale Aufmerksamkeit mag auch seinem zurückhaltenden Auftreten geschuldet sein und seiner lakonischen Art, Fragen zu beantworten. Als er vom Humanistischen Pressedienst vor einigen Jahren anlässlich einer Neuauflage seines Buches Das Elend der Theologie gefragt wurde, ob bei Hans Küng hinsichtlich seiner Immunisierung gegen Kritik ein rhetorisches Muster zu erkennen sei, antwortete er sehr konzentriert: „Ja!“

Bei Alibri sind drei seiner Bücher erschienen, neben der genannten kritischen Auseinandersetzung mit Hans Küng noch Joseph Ratzingers Rettung des Christentums, das sich mit den theologischen Positionen des damaligen Papstes auseinandersetzt, sowie und das grundlegender argumentierende Bändchen Zur Analyse und Kritik der Religionen.

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