25 Jahre Alibri – das Quiz

In einem Vierteljahrhundert kann ziemlich viel passieren. Entwicklungen, die die Welt verändern (wie der Aufstieg des Internets) oder zumindest den Buchmarkt (wie die Möglichkeit des Digitaldrucks). Was in dem Vierteljahrhundert Alibri Verlag passiert ist, zeigt vor allem unser Verlagsprogramm. Wer uns kennt, zu kennen meint oder kennenlernen möchte, kann an unserem Quiz teilnehmen. Wer die fünf Fragen zur Verlagsgeschichte richtig beantwortet, hat die Chance auf einen von 10 tollen Preisen. Die Antwort kann einfach per Mail an quiz@alibri.de geschickt werden; sie muss bis Montag, den 14. April, 12 Uhr, bei uns eingegangen sein. Weiterlesen

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Forum für Utopie & Skepsis: 25 Jahre Alibri Verlag

Die Welt verändern. Die Zielsetzung stand fest, als wir 1990 unsere ersten verlegerischen Schritte unternahmen (damals noch unter dem Label IBDK). Nach einigen Lehrjahren gründeten wir dann im November 1994 den Alibri Verlag. Seit mittlerweile also 25 Jahren begleiten wir die Diskussionen der säkularen Szene mit unseren Veröffentlichungen.

Gegenseitige Hilfe
Als wir anfingen, war der Buchhandel bereits im Umbruch begriffen: Der Konzentrationsprozess, der andere Branchen schon viel früher getroffen hatte, wurde deutlich spürbar, das Sortiment reagierte mit einer veränderten Einkaufspolitik, einem „schlankeren“ Lager und einer intensiveren Nutzung der Barsortimente. Für kleine Verlage verschlechterte das die Möglichkeiten, ihre Bücher für Leser*innen sichtbar werden zu lassen. Schnell wurde uns klar, dass wir in einem solchen „Marktumfeld“ alleine einen nahezu aussichtslosen Kampf ums Überleben führen würden. Eine Lösung erhofften wir uns durch „gegenseitige Hilfe“ und so initiierten wir die Assoziation Linker Verlage (aLiVe). Durch gezielte Kooperation in Werbung und Vertrieb wollten wir Kosten senken, Zeit einsparen und so letztlich unsere programmatische Unabhängigkeit erhalten. Und das gelang auch ganz gut. Weiterlesen

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25 Jahre Alibri – (fast) das gesamte Programm

Eigentlich sollte es auf der Leipziger Buchmesse das erste Mal ausgelegt werden, unser neues Gesamtverzeichnis. Nun, da das Corona-Virus uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, wird es eben eine virtuelle Präsentation.
In den vergangenen 25 Jahren sind im Alibri Verlag über 300 Bücher erschienen sowie 100 Ausgaben der MIZ. Das Gesamtverzeichnis dokumentiert die Verlagsgeschichte und deshalb enthält es auch Bücher, die im Buchhandel vergriffen sind und von denen nur noch Restexemplare direkt beim Verlag erhältlich sind. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, kann einen Blick in die pdf-Datei werfen oder sich die gedruckte Fassung zuschicken lassen.

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Franz Josef Wetz: Keine Liebe ohne Lüge

Dauerhafte Leidenschaft gibt es im wirklichen Leben fast genauso wenig wie zeitlich unbegrenzte erotische Anziehung. Gefühle kommen und gehen. Selbst radikale Liebesgeschichten wie Romeo und Julia oder Tristan und Isolde sind nur außeralltägliche Affären und nicht das Vorspiel zu einer lediglich missglückten lebenslangen Intensität.
Ausgehend von dieser Grundthese reflektiert der Philosoph Franz Josef Wetz die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten von Leidenschaft und Liebe. Dabei lässt er zahlreiche Figuren der Weltliteratur zu Wort kommen, die seine Überlegungen anschaulich werden lassen.

Franz Josef Wetz
Keine Liebe ohne Lüge
Wie viel Ehrlichkeit verträgt eine Beziehung?
151 Seiten,kartoniert, Euro 12.-
ISBN 978-3-86569-300-6

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite.

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Wakonigg/Sohn: Freddy, das Glücksschwein

Freddy ist ein Glücksschwein, doch das war nicht immer so: geboren als eines von tausenden Ferkeln in einem riesigen Schweinemastbetrieb wird Freddy, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht Freddy heißt, mit zwei Wochen von seiner Mutter getrennt und auf einen LKW verladen, um zum Schlachthof zu fahren.
Doch Freddy ist anders als die anderen Ferkel: mutig springt er aus dem fahrenden Lastwagen und landet unverletzt im Seitenstreifen. Von einer hinter dem LKW fahrenden Tierschützerin, die den Sprung des Ferkels beobachtet hat, wird Freddy auf einen Lebenshof gebracht, wo er seither ein glückliches Schweineleben führen darf.
Das Bilderbuch erzählt Freddys Geschichte ins Glück und macht gleichzeitig auf die katastrophalen Bedingungen in der Massentierhaltung aufmerksam.

Daniela Wakonigg
Freddy, das Glücksschwein
Illustriert von Joachim Sohn
40 Seiten, kartoniert, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-268-9
Ab 6 Jahren
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite.

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Fischer/Fischer: Die bunten Elefanten und das große Buch

Als die Elefantenkinder Matti und Maje eines Tages ein großes Buch im Wüstenstaub finden, bringt es das friedliche Leben der bunten Herde ganz schön durcheinander: Sie lesen von einer ganzen Menge Regeln und Geboten, die sie ohne lange zu überlegen blind befolgen. Nur der kleine rosa Elefant Matti und seine Freundin Maje wundern sich über die vielen neuen und vor allem seltsamen Vorschriften, und bringen die Herde nach einem spannenden Abenteuer schließlich dazu, wieder selbst zu denken. Denn: Der Kopf ist nicht nur ein Rüsselhalter, sondern tatsächlich zum Denken da! Ein Bilderbuch für Kinder (und Erwachsene), das dazu anregt, Vorschriften kritisch zu hinterfragen und sich des eigenen Verstandes zu bedienen.

Ziska Fischer
Die bunten Elefanten und das große Buch
Illustriert von Ruben August Fischer
Ab 5 Jahren
40 Seiten, gebunden, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-269-6

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite.

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Statt Leipziger Buchmesse

Dass die Leipziger Buchmesse abgesagt wurde, ist für die Verlage ein herber Schlag. Denn in Leipzig schlendert ein Publikum durch die Hallen, das wirklich noch nach Büchern Ausschau hält. Auch wir hätten dort einige Neuerscheinungen der letzten Monate in Veranstaltungen vorstellen wollen und drei Titel wären frisch aus der Druckerei gekommen.
Immerhin ist nicht alles abgesagt: In Halle wird Naïla Chikhi das Buch von Wassyla Tamzali Eine zornige Frau vorstellen und auch aus ihrem umfangreichen Nachwort lesen. Am Donnerstag, dem 12. März, wird sie in der Buchhandlung heiter bis wolkig (Ludwig-Wucherer-Str. 69) erklären, warum afrikanische Feministinnen sich „einsam“ und von der europäischen Linken im Stich gelassen fühlen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und wird vom Dornrosa e.V. organisiert. (Nachtrag 11.3.2020: Die Veranstaltung ist nun doch abgesagt.)

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MIZ 4/19: Auf den Spuren der Aufklärung

Die historische Aufklärung sieht sich seit einiger Zeit Kritik ausgesetzt. In einer Serie über Leistung und Versagen der Aufklärung wird MIZ 2020 der Frage nachgehen, wie eine realisitische Einschätzung der Aufklärung aussehen könnte. Den Auftakt macht der Philosoph Hermann Josef Schmidt. Er geht davon aus, dass Aufklärung – verstanden als Ergebnis der Anwendung von Kritik – ein prägendes Element europäischer Identität sei. Dazu erinnert er an jenen Strang der griechischen Philosophie, der bereits vor über 2500 Jahren darum bemüht war, die Welt ohne Rückgriff auf transzendente Größen zu erklären.
In der Rubrik „Staat und Kirche“ erörtert Gerhard Rampp, warum Religionsgesellschaften gar kein Interesse an voller Religionsfreiheit haben. Dies begründet er anhand von sechs Punkten, die für ihn untrennbar zur Religionsfreiheit gehören, von den Repräsentanten christlicher und islamischer Konfessionen jedoch nicht oder nur eingeschränkt zugestanden werden. Weiterlesen

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Wassyla Tamzali: Eine zornige Frau

In der Debatte um Identitätspolitiken setzt die algerische Feministin Wassyla Tamzali dem Mythos der kollektiven Identität die Erinnerung an den Kampf für Freiheit und Gleichheit entgegen. Sie verteidigt den universalistischen Feminismus der Gleichberechtigung gegen kulturalistische und postmoderne Einschränkungen. Ihre besondere Kritik gilt jenem Teil der europäischen Linken, die die Ideale und Ziele der Revolte von 1968 vergessen haben und sich kulturrelativistischem Denken ergeben.
Vermeintlich postkoloniale Diskurse haben in Algerien und Frankreich – wie auch in Deutschland – zu einer Stärkung orthodox-religiöser und fundamentalistischer Positionen und Gruppen geführt. Dass viele europäische Feministinnen heute einem Kulturrelativismus folgen, ruft bei der Feministin Tamzali das Gefühl hervor, „zur Einsamkeit verurteilt“ zu sein. Ihr Buch ist daher als Aufruf an die europäischen Freund*innen zu verstehen, ihr koloniales Schuldgefühl zu überwinden und den gemeinsamen Kampf für die unteilbaren Allgemeinen Menschenrechte weiter zu führen.
Tamzali schreibt darüber, wie der Begriff der „Vielfalt“ die Vorstellungen von Gleichheit und Demokratie ersetzt, über „moderate“ Vorzeigemuslime, über den patriarchalischen muslimischen Eros, über den Schleier und über ihre Erinnerung an den Tag der Unabhängigkeit, an dem die Frauen – von Schleier und Kolonialismus befreit – mit im Wind wehenden Haaren zu Hunderten auf den Straßen tanzten.

Naïla Chikhi, unabhängige Referentin für die Themen Frauenpolitik und Integration, stellt in einem Nachwort die aktuelle Situation in Deutschland dar. Sie schildert ihre Befremdung darüber, dass heute ausgerechnet die Linke ihre einst gegen Theokratie und Feudalismus erkämpfte Freiheit und ihre Werte für gescheitert und nichtig erklärt. Sie fordert die Politik der Orientierung am Fundamentalismus aufzugeben, die Trennung von Staat und Religionen zu schützen und somit auch all die, die sich gegen überkommene Moralvorstellungen und für die Allgemeinen Menschenrechte einsetzen.

 

Wassyla Tamzali
Eine zornige Frau
Brief aus Algier an die in Europa lebenden Gleichgültigen
Aus dem Französischen übersetzt von Lou Marin
Mit einem Nachwort von Naïla Chikhi
175 Seiten, Klappenbroschur, Euro 15.-
ISBN 978-3-86569-308-2

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite.

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Ralf Schöppner (Hrsg.): Humanistische Identität heute

Nicht nur angesichts der notorischen politischen Rechtslastigkeit von „Identität“ kann humanistische Identität heute nur auf ein kritisch abgerüstetes Identitätskonzept zielen. Auch die Geschichte des Humanismus legt ein Konzept offener, dialogischer und fragiler Identitäten nahe. Der Band problematisiert zum einen die Formgestalt humanistischer Identität heute: Formen von Zugehörigkeit, Eskalationspotentiale starker Selbstidentifikationen, das Verhältnis von Universalismus und Identitätspolitik. Zum anderen werden Inhalte einer solchen Identität diskutiert: Einstellungen und Präferenzen, Menschenrechte und kulturelle Vielfalt, Religionsfreiheit und Feminismus, (digitale) Selbstbestimmung, humanistischer Umgang mit Sterblichkeit und Tod.

 

Ralf Schöppner (Hrsg.)
Humanistische Identität heute
Universalismus und Identitätspolitik
Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg, Band 12
286 Seiten, kartoniert, Euro 22.-
ISBN 978-3-86569-309-9

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite.

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