Neuerscheinung: Aziz Nesin, Meine Liebe ist meine Religion

Der türkische Autor Aziz Nesin ist immer noch vorwiegend als Satiriker bekannt. In dem von Klaus Liebe-Harkort vorgelegten Sammelband begegnet er uns als bedeutender Schriftsteller und als radikaler Humanist. Die Erzählungen drehen sich um die großen menschlichen Themen, um Liebe, Einsamkeit und Tod. Es handelt sich um Geschichten, „bei denen es nichts zu lachen gibt“ (Klaus Liebe-Harkort im Vorwort), die aber trotzdem fast immer einen optimistischen Ausblick gewähren: Aziz Nesin hält an der Veränderbarkeit der Welt und an der Kraft menschlichen Denkens fest.
In einer Zeit, in der die Türkei unter Präsident Erdoğan immer weiter nach rechts driftet, ist es umso wichtiger, jenen türkischen Traditionen Gehör zu verschaffen, die Ausgrenzung und Autoritätsgläubigkeit längst hinter sich gelassen hatten. Neben vielen anderen gehört dazu auch der atheistische Schriftsteller Aziz Nesin, der stets das Menschsein als Ausgangspunkt seiner Dichtung nahm.

Aziz Nesin: Meine Liebe ist meine Religion
Aziz Nesin

Meine Liebe ist meine Religion

268 Seiten, gebunden, Euro 18.-
ISBN 978-3-86569-238-2

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite

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Wiglaf Droste zu Martin Luthers Von den Juden und ihren Lügen

Martin Luther: Von den Juden und ihren LügenWiglaf Droste ist den meisten Menschen als Satiriker und Sänger mit gesellschaftskritischen Anspruch bekannt. Für die Junge Welt hat sich Droste nun das bei uns erschienene Buch Von den Juden und ihren Lügen von Martin Luther angesehen. Der Autor zeigt sich ob des Inhalts des Pamphlets schockiert und hält fest, dass das, was Luther dort von sich gibt, weit über die zeittypischen Ressentiments gegenüber Juden hinausginge. Folgerichtig nennt er das Werk bereits in der Überschrift eine „Handreichung zum Progrom“. Dennoch ist eine Auseinandersetzung mit dem Stoff für den Rezensenten unverzichtbar. Die ganze Rezension von Wiglaf Droste kann man bei der Jungen Welt nachlesen.

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Familienbuch in Kinderbuch-Ausstellung

B250#WerbungUnser „Familienbuch“ von Edward Summanen und Johanna Arpiainen wird derzeit in einer Vitrinenausstellung zum Thema „Die schönste (Neben-) Sache der Welt: Liebe und Sexualität im Kinder- und Jugendbuch“ auf den Fluren der Bibliothek für Jugendbuchforschung in Frankfurt ausgestellt.
Die Literaturauswahl umfasst Bilderbücher, Erzählliteratur und Sachbücher zu Themen wie erste Liebe und das erste Mal, verbotene Liebe, Homosexualität sowie sexuelle Aufklärung, Pubertät und körperliche Entwicklung.
Die Ausstellung ist zu sehen von Montag bis Freitag in der Zeit von 9.00 bis 16.30 Uhr im I.G.-Farben-Haus auf den Fluren der Bibliothek für Jugendbuchforschung (Querbau 1, Erdgeschoss, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt).

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Buchpräsentation auf IG Metall-Festakt

Am gestrigen Mittwoch hat die IG Metall mit einem Festakt ihr 125-jähriges Bestehen in der Untermainregion gefeiert. In diesem Rahmen wurde auch das neue Buch von Monika Schmittner erstmals präsentiert. Es beschreibt die Geschichte der Metallgewerkschaft von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, vom Wiederaufbau freier Gewerkschaften bis hin zur Vertretung von den Interessen der Beschäftigten unter den Rahmenbedingungen der Industrie 4.0.
Die Autorin war am Buchstand anwesend, führte viele Gespräche und nahm auch an der Podiumsdiskussion teil. Befragt, was sich in den letzten 125 Jahren aus gewerkschaftlicher Sicht geändert habe, antwortete sie: „Eigentlich nichts.“ Zwar hätten sich die Arbeitsverhältnisse verändert, aber der Konflikt zwischen Kapital und Arbeit bestehe nach wie vor  und so gebe es heute wie damals viele Situationen im Betrieb, die eine gewerkschaftliche Organisation notwendig machten. Die Geschichte zeige, dass die Gewerkschaften durchaus Verbesserungen durchsetzen konnten, dass aber immer auch neue Herausforderungen entstehen.
Aufgrund der großen Hitze fand keine längere Debatte über die auf dem Podium vertretenen Thesen statt, im Saal und an den Stehtischen im Freien gingen die Gespräche freilich lange weiter. Da waren dann nicht nur einige Gesichter zu sehen, die auch im Buch zu finden sind, es waren auch einige Mitglieder des Arbeitskreises anwesend, die Monika Schmittner bei ihren Recherchen beraten und unterstützt hatten, darunter der langjährige Aschaffenburger DGB-Vorsitzende Remo Schardt und der ehemalige IG Metall-Bevollmächtigte Herbert Reitz.

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Neuerscheinung: Karlheinz Deschner, Die frühen autobiographischen Romane

Seine Romane schrieb Deschner 1956 und 1958, als er Anfang dreißig war. Beide sind deutlich autobiographisch geprägt. Vor allem sein literarisches Debüt Die Nacht steht um mein Haus wurde von der Kritik begeistert aufgenommen. Wolfgang Koeppen zeigte sich „außerordentlich beeindruckt“, Walter Muschg nannte das Buch „eine vehemente Sache“, Peter Rühmkorf sprach von einem „Buch aus Mut und Musikalität“. Auch heute noch wird diese „radikale Autobiographie“ (Michael Schmidt-Salomon) gewürdigt als „das Werk eines Genies ohne Welt“ (Süddeutsche Zeitung). Beide Bücher gelten nach wie vor als „Juwelen der unmittelbaren Nachkriegsliteratur“ (Nürnberger Nachrichten), worin sowohl der Literatur- als auch der Kirchenkritiker Karlheinz Deschner bereits deutlich vernehmbar ist. Wer seine Sachbücher schätzt, wird im literarischen Frühwerk ein erhellendes Pendant entdecken.

Karlheinz Deschner: Die frühen autobiographischen RomaneKarlheinz Deschner

Die frühen autobiographischen Romane
Die Nacht steht um mein Haus
Florenz ohne Sonne

Durchgesehene Neuauflage
220 Seiten, gebunden, Euro 19.-
ISBN 978-3-86569-233-7

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E-Books von Colin Goldner zu gewinnen

Unser Autor Colin Goldner gehört zu den renommiertesten Kritikern der Haltung von Tieren in Zoos. In seinem zuletzt erschienenen E-Book Der Zoo – Kein Platz für Tiere gibt er einen kurzen Überblick über die Realität in den Zoos, die Lebensbedingungen der Tiere und bietet die grundlegenden Argumente für eine Schließung der Anstalten. Dieses E-Book können Sie nun bei einer Verlosung der Tierschutzorganisation Peta gewinnen. Einsendeschluss ist der 14. Juli.

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Colin Goldner schreibt in der Emma

Colin Goldner: Der Zoo - Kein Platz für TiereUnser Autor Colin Goldner hat für die aktuelle Ausgabe der Emma einen Beitrag zum Thema Tierrechte und Zoos verfasst. In diesem Artikel legt er dar, wie überflüssig Zoos für das 21 Jahrhundert sind. Zudem entlarvt er die angeblichen Tierschutzbemühungen der Tierparks als Mythos. Sein Fazit ist daher klar: Schließt die Zoos!
Die aktuelle Emma ist am Kiosk oder online erhältlich. Colin Goldners wegweisende Bücher zum Thema Tierrechte finden Sie in unserem Shop.

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Vortrag von MIZ-Redakteur Frank Welker in Gießen

Frank Welker wird am kommenden Sonntag zu Gast in Gießen sein. In seinem Vortrag analysiert er aus politikwissenschaftlicher und soziologischer Perspektive, wie groß der Einfluss der beiden großen Kirchen auf politische Entscheidungen ist. Dabei zeigt er unter Berücksichtigung der Ergebnisse der IBKA-Studie zur Kirchenrepublik Deutschland, die von Carsten Frerk durchgeführt wurde, warum aus strukturellen Gründen die Interessen von Konfessionslosen zumeist unberücksichtigt bleiben. Die anschließende Diskussion bietet dem Publikum die Möglichkeit, genauer nachzuhaken und eigene Erfahrungen einzubringen. Der Vortrag findet am 19. Juni in Gießen im Cafe Zeitlos (Bahnhofstraße 50) um 16 Uhr statt.

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Alibri auf dem Düsseldorfer Bücherbummel

BummelVom 9. bis 12. Juni findet in Düsseldorf der „Bücherbummel auf der Kö“ statt. Vier Tage lang stellen dort Buchhandlungen, Antiquariate und Verlage ihre Bücher aus. Erstmals hat auch der Düsseldorfer Aufklärungsdienst – gemeinsam mit Tectum und Alibri – einen Stand organisiert, an dem humanistische Literatur präsentiert wird. Neben den Buchständen gibt es ein „Lesezelt“ und da zeitgleich die Düsseldorfer Literaturtage stattfinden, stehen zahlreiche Veranstaltungen zur Auswahl.
Unser Stand hat die Nummer 17 und findet sich zwischen Königstraße und Steinstraße. Auf der Webseite der Veranstalter finden sich das Programm und weitere Informationen.

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MIZ 1/16: Fluchtgründe und Asyl aus säkularer Perspektive

MIZ 1/16: Angst, Repression, FolterAuch dieses Heft der MIZ befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Flucht. Während es in der letzten Ausgabe vor allem darum ging, wie Europa auf die ankommenden Flüchtlinge reagiert, stehen diesmal die Fluchtgründe in Mittelpunkt. Zum einen geht es um die Situation in den Herkunftsländern der Geflüchteten. Ahmed Nadir beschreibt in einem Interview die Lage in Bangladesch und Gail Miller stellt im Rahmen des Asyl-/Flüchtlingsreports der Atheist Alliance International (AAI) den Fall der Palästinenserin Maria Abu’amer vor. Zum anderen stellt sich die Frage, wie es den Menschen dann in Deutschland ergeht: Arzu Toker schreibt über das Verhältnis von Flucht und Emanzipation bei Frauen und Gülây Akın erläutert, dass für Homosexuelle und Transsexuelle die Probleme keineswegs aufhören, sobald sie in Europa angekommen sind. Weiterlesen

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