MIZ 4/15: Angst vor dem Fremden

MIZ415Die Reaktion der europäischen Gesellschaften auf die ankommenden Flüchtlinge ist diesmal Schwerpunkt der MIZ. Dabei richtet sich der Blick auf Österreich (Christoph Baumgarten, Wien) und Frankreich (Bernard Schmid, Paris), wo rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien den Kulturkampf ausrufen und ein vermeintliches christliches Abendland gegen muslimische Einwanderer in Stellung bringen. Gisela Notz wendet sich der besonderen Situation geflüchteter Frauen zu. Am Rande geht sie, ebenso wie das Editorial, Daniela Wakoniggs Glosse Neulich… und ein Abschnitt im Zündfunke, auf die Ereignisse der Silvesternacht in Köln und die daran anschließenden Diskurse ein.
Zwei Beiträge befassen sich mit der Auseinandersetzung um den Schwangerschaftsabbruch. In einem Interview berichtet Sarah Diehl über ihr Engagement, die vielfältigen Selbsthilfeaktivitäten von Frauen und die Strategie der Abtreibungsgegner, statt der Frau den Embryo in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen. Viola Schubert-Lehnhardt blickt zurück auf die Debatten über die rechtliche Regelung des Schwangerschaftsabbruches nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten.
Weitere Artikel thematisieren Zuschüsse an Freie Schulen in Sachsen (Siegfried Krebs), christlichen Lobbyismus (Frank Welker) und den Konflikt um die Evolutionstheorie im Unterricht in den USA (Thomas Waschke). Daneben gibt es die üblichen Rubriken Zündfunke, Blätterwald und Internationale Rundschau sowie die erste Folge der Reihe „Philatelie für Ungläubige“.

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