Trauer um Rudy Mondelaers

Rudy Mondelaers ist kurz vor Erscheinen des von ihm übersetzten Buches über Pius XII. verstorben

Es war viel Arbeit, und dass ein Verlag unserer Größe für ein Buch von 450 Seiten Umfang nicht das branchenübliche Seitenhonorar zahlen kann, wird sich denken können, wer die Branche kennt. Damit Bücher wie das von Dirk Verhofstadt über Pius XII. und die Vernichtung der Juden erscheinen können, braucht es Menschen, die sich mit vollen Engagement für eine Sache einsetzen, jenseits ökonomischer Interessen.
Rudy Mondelaers war ein solcher Mensch. Wir lernten ihn kennen als Mitstreiter im Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (den er später wieder verließ), arbeiteten mit ihm in der Redaktion des Humanistischen Pressedienstes zusammen. Wir erlebten ihn in all den Jahren als ebenso lebenslustigen wie streitlustigen Linken, der seine Ziele mit Humor und Leidenschaft verfolgte. Als er uns vor etwa zwei Jahren vorschlug, die detailreiche Arbeit über Pius XII. und das Verhältnis des Vatikan zum Faschismus zu übersetzen, sagten wir schnell zu. Es war viel Arbeit und Mitte Juni 2013 war es endlich soweit, das Buch erschien und stieß sogleich auf beachtliches Interesse bei den Medien. Für Rudy kam es leider eine Woche zu spät; er ist überraschend am 6. Juni 2013 verstorben.

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