Pressemitteilung: 80 Jahre Reichskonkordat

Wie die katholische Kirche die Weimarer Republik verriet

Anlässlich des 80. Jahrestages des Reichskonkordats am 20. Juli, das die katholische Kirche mit den Nationalsozialisten abschloss, verweist der Historiker Dirk Verhofstadt auf die Bedeutung dieses Vertrages für das Ende der Weimarer Republik: „Ohne das Entgegenkommen der Katholischen Kirche und der mit ihr verbundenen Zentrumspartei wäre die Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur deutlich schwieriger geworden.“

In seiner soeben veröffentlichten Studie Pius XII. und die Vernichtung der Juden befasst sich der Bruder des ehemaligen belgischen Premiers intensiv mit dem Verhältnis von Pius XII. zum Nationalsozialismus. Dabei zeigt Verhofstadt, dass der Papst viele Möglichkeiten zum Einschreiten gegen die Judenvernichtung nicht nutzte. Zudem weißt der Autor nach, dass die Katholische Kirche maßgeblich dafür verantwortlich war, dass Hitler seine Diktatur errichten konnte.

Vieles spricht laut Verhofstadt dafür, dass Ludwig Kaas, der Vorsitzende der Zentrumspartei, Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., sowie Vizekanzler Franz von Papen den gezielten Plan hatten, die Demokratie zu opfern, um der katholischen Kirche diverse Vorteile zu sichern und um einer befürchteten kommunistischen Revolution Einhalt zu gebieten.

Tatsächlich war diese Strategie von Erfolg gekrönt. Hitler bedankte sich für die Unterstützung der Katholiken beim Verabschieden des Ermächtigungsgesetzes mit dem Abschluss des Reichskonkordats, mit dem der katholischen Kirche umfangreiche Privilegien eingeräumt wurden. Das Dokument trägt die Unterschriften von Eugenio Pacelli und Franz von Papen und ist bis heute geltendes Recht.

Dirk Verhofstadt: Pius XII. und die Vernichtung der Juden
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