MIZ 4/16: Die Verhältnisse zum Tanzen bringen

Ende November wurde der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts bekannt, dass das Bayerische Feiertagsgesetz, das für den Karfreitag keinerlei Ausnahmen von den „Stiller Tag“-Regelungen vorsah, nicht rechtens sei. Mit diesem Erfolg setzt sich der Schwerpunkt des aktuellen MIZ-Heftes auseinander. Während Gerhard Czermak die juristische Dimension des Richterspruches erörtert, erzählt Assunta Tammelleo, als Vertreterin des Bundes für Geistesfreiheit (bfg) München, der den Stein ins Rollen gebracht hatte, vom langen Weg vom Quasi-Verbot der Religionsfreien Zone im April 2007 bis zum juristischen Erfolg knapp 10 Jahre danach.
Ebenfalls ein Jahrzehnt zurück blickt Vera Muth: Damals wurde über die Aufhebung des Verbots der religiösen Voraustrauung debattiert und dieses letztlich auch abgeschafft. Arzu Toker wendet den Blick in die Türkei und schildert unter welch bedrückenden Umständen die türkischen Atheisten von Ateizm Derneği agieren müssen. Ebenfalls mit islamischem Fundamentalismus setzt sich der französische Film Salafistes auseinander, den Assia Maria Harwazinski vorstellt.
Als Beitrag zur aktuellen Humanismus-Debatte verstehen sich die fünf Thesen von Horst Groschopp. Darin beklagt der ehemalige Präsident des HVD die „grundsätzliche Distanz derjenigen, die sich als Atheisten organisieren“, gegenüber dem Humanismus. Zwei weitere Beiträge erinnern an Denker der Aufklärung: Gottfried Beyvers stellt den deutsch-französischen Philosophen Paul Henri Thiry d’Holbach vor und Rüdiger Vaas gratuliert Stephen Hakwing zum 75. Geburtstag.
Weitere Informationen und eine Artikelauswahl auf der MIZ-Webseite; Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite.

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