Martin Luther: Judenfeindliche Schriften Band 3

Dieser Band beschließt die Neuedition der wichtigsten judenfeindlichen Schriften Martin Luthers. Dass seine Hasstiraden nicht typisch für das 16. Jahrhundert waren, zeigt der auszugsweise wiedergegebene Zwist Luthers mit seinen reformatorischen Brüdern aus Zürich. Bereits 1544 fand Heinrich Bullinger Luthers Sprache unerträglich, eher von einem „Schweinehirten“ als von einem „Seelenhirten“ zu erwarten.
Dokumentiert werden vier Schriften, die erstmalig in heutiges Deutsch übertragen wurden: Psalm 109 aus: Vier tröstende Psalmen für die Königin von Ungarn (1526); Über die letzten Worte Davids (1543); Eine Ermahnung gegen die Juden (1546); Luthers Kurzes Bekenntnis vom heiligen Sakrament (1544) und die Erwiderung Heinrich Bullingers Wahrhaftes Bekenntnis der Diener der Kirchen zu Zürich (1544).
Luther hetzte bis an sein Lebensende gegen die Juden. Die Hasspredigt Eine Ermahnung gegen die Juden schrieb er drei Tage vor seinem Tod. In seinem kurz zuvor verfassten Brief an seine Frau Käthe, die seine Einstellung gegenüber den Juden vollkommen teilte, sprach er sich dafür aus, dass die Obrigkeit den Juden jeglichen Schutz entziehen solle.

Martin Luther
Judenfeindliche Schriften, Band 3
Erstmals in heutigem Deutsch mit Originaltext und Begriffserläuterungen
Hrsg. von Karl-Heinz Büchner, Bernd P. Kammermeier und Reinhold Schlotz
320 Seiten, kartoniert, Euro 20.-
ISBN 978-3-86569-274-0

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