Feministische Autorinnen: „Die sexuellen Übergriffe von Köln dürfen sich nie wiederholen“

Fünf Jahre nach der massiven sexuellen Gruppengewalt in der Silvesternacht 2015 fordern Feministinnen in einem Sammelband, dass sich derartige Übergriffe nie wiederholen dürfen. Es sei an der Zeit, die Debatte aus feministischer Perspektive erneut zu führen.
„Wenn nach einem Gewaltexzess gegen Frauen wie in Köln kaum über die Ursachen der Gewalt diskutiert wird, werden die Freiheit und die Rechte von Frauen zu Nebensächlichkeit herabgestuft – und damit Frauen auf dem Altar des sozialen Friedens geopfert“, sagt Rebecca Schönenbach, eine der Herausgeberinnen des Buches „Ich will frei sein, nicht mutig“. Ko-Herausgeberin Naïla Chikhi betont: „In einer säkularen Demokratie dürfen weder kulturelle noch religiöse Frauenverachtung aufgrund eines blinden Kulturrelatvismus Immunität genießen.“ Deshalb dürften Sexismus und strukturelle Gewalt gegen Frauen nicht „in den Schatten eines vermeintlichen Antirassismus gestellt werden“.
Die Autorinnen des Buches vertreten in ihren Beiträgen einen universalen Feminismus und setzen sich gegen weltweite patriarchale Strukturen und die daraus resultierende Gewalt gegen Frauen ein.

Naïla Chikhi / Rebecca Schönenbach (Hrsg.): Ich will frei sein, nicht mutig. FrauenStimmen gegen Gewalt. Vorwort von Lale Akgün. Alibri Verlag, Januar 2021

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