Lesung Alexandra Kollontai: Die neue Frau

Das Buch ist zwar noch nicht gedruckt, die Autorin Alexandra Kollontai und ihre politischen Auffassungen passen aber perfekt zum Internationalen Frauenkampftag. Und so stellte Herausgeberin Nicole Thies das Projekt im Rahmen des feministischen märz in Aschaffenburg im Hannebambel vor. Dabei entwarf sie das Bild einer eigenständigen Frau, die in unterschiedlichsten Rollen für die Emanzipation der Frauen arbeitete: als erste Ministerin im revolutionären Russland, Publizistin, Diplomatin und geschiedene, alleinerziehende Mutter. Ihre Kritik der Moral war grundlegend, ihre Anschauungen zu Sexualität, Liebe und Familienformen sind bis heute modern. So klar und zukunftsweisend ihre Texte wirken, so widersprüchlich erscheint ihr Leben. Vielleicht, meinte Nicole Theis, sei dies auf einen ausgeprägten Pragmatismus zurückzuführen, den Kollontai immer wieder an den Tag legte: Wenn ein Ziel nicht zu erreichen war, konzentrierte sie sich auf das Mögliche. Das Buch wird im April erscheinen, einige zentrale Texte bieten und die Person Kollontais in einem ausführlichen Nachwort vorstellen.

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