Pressekonferenz zu Lebenslänglich hinter Gittern

Am 8PK852014neu. Mai wurde in der Bundespressekonferenz das Buch Lebenslänglich hinter Gittern. Die Wahrheit über Gorilla, Orang Utan & Co in deutschen Zoos der Öffentlichkeit vorgestellt. Dies geschah im Rahmen einer von der  (gbs) organisierten Pressekonferenz, mit der die Grundrechtsinitiative für Menschenaffen bekannt gemacht werden sollte.
Auf dem Podium saßen neben Autor Colin Goldner auch Laura Zimprich, die an den Verhandlungen über das bundesministerielle Säugetiergutachten teilgenommen hat; Dieter Birnbacher, der sich als Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer aus philosophischer Sicht zur Frage, ob Menschenaffen Rechte zuzuerkennen seien, äußerte; Eisenhart von Loeper, der maßgeblich daran beteiligt war, den Tierschutz ins Grundgesetz hineinzubekommen, und die Frage aus juristischer Sicht bewertete; sowie Michael Schmidt-Salomon, der die Veranstaltung moderierte. Eigentlich war auch der Primatologe Volker Sommer fürs Podium vorgesehen gewesen, doch manchmal stellt sich auch im „vereinten“ Europa ein Flug von London nach Berlin als ein mit nicht zu überwindenden bürokratischen Hindernissen belastetes Unterfangen heraus.
Bei allen Unterschieden in Details waren sich die Podiumsteilnehmer darin einig, dass die Aufnahme von Grundrechten für Menschenaffen ins Grundgesetz eine bessere Grundlage für die Umsetzung konkreter Verbesserungen ihrer Lebenssituation herstellen würde. Bei den anschließenden Fragen der zahlreich erschienenen Journalisten ging es dann vor allem um die Situation in den Zoos, um die Verabreichung von Psychopharmaka an die Tiere oder die Überforderung der Kontrollbehörden, aber auch um die Vision des Great Ape Project, ein Refugium für Affen zu schaffen.

Ein ausführlicherer Bericht findet sich beim Humanistischen Pressedienst. Dort kann auch das Video zur Grundrechtsinitiative angeschaut werden.

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