Alibri unterstützt Protest gegen amazon

Der Alibri Verlag begrüßt den Offenen Brief, den Autorinnen und Autoren an amazon verfasst haben, um gegen die rabiaten Methoden und Erpressungsversuche des amerikanischen Großkonzerns zu protestieren. Allerdings gehen uns die Überlegungen und Kritikpunkte der Schriftsteller noch nicht weit genug. Es reicht eben nicht aus, amazon aufzufordern, Bücher und ihre Autoren nicht als Geiseln zu nehmen, und gegen Auslieferungsverzögerungen sowie gegen das Streichen aus Empfehlungslisten zu protestieren. Es ist an uns Verlagen, die Kunden umfassend über das indiskutable Geschäftsgebahren aufzuklären. So erpresst amazon ja nicht nur seine Handelspartner mit Rabattforderungen, welche die Verlage in den Konkurs treiben. Das Unternehmen beutet ferner seine Mitarbeiter aus, sorgt für Lohndumping bei den Paketdiensten, spioniert das Leben seiner Kunden aus, missbraucht Subventionen und trägt mit seiner überaus kreativen Steuervermeidungsstrategie dazu bei, dass im Land auch weiterhin Geld für Bildung und Soziales fehlt. Ein bei amazon gekauftes Buch ist am Ende ein teures Buch. Wer von unseren Leserinnen und Lesern sich übrigens genauer über die Thematik informieren möchte, dem sei Das Buch als Beute von Daniel Leisegang empfohlen, das bei unseren Freunden vom Schmetterling Verlag erschienen ist. Wer schon vor der Lektüre etwas gegen amazon tun will, kann das ganz einfach umsetzen, indem er das Buch direkt beim Verlag, bei uns oder im engagierten lokalen Buchhandel kauft.

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