Christliche Mitte gegen Michael Schmidt-Salomon

Die Christliche Mittechristliche_mitte_flugblatt hat eine Aktion gegen Michael Schmidt-Salomon gestartet. Im abgebildeten Flugblatt fordert die religiöse Splitterpartei gläubige Christen dazu auf, wegen „schwerer Gotteslästerung, Beleidigung und Störung des öffentlichen Friedens (STGB § 166)“ Anzeige gegen den Alibri-Autor zu erstatten. Auslöser ist das vor sieben Jahren erschienene Ferkelbuch, das nicht zum ersten Mal Objekt christlich motivierter  Zensurbestrebungen ist. Dieses verführe Kinder und ziehe das größte Geheimnis des christlichen Glaubens in den Schmutz. Da Schmidt-Salomons volle Adresse auf dem Flugblatt genannt ist, findet dieser seitdem regelmäßig amüsante Schmäh- und Drohbriefe in seiner Post.
Die Christliche Mitte ist die reaktionärste unter den religiösen Kleinparteien, sie tritt seit je vor allem in ihrer Zeitschrift  besonders verbalradikal gegen „Islamisierung“, „Porno, Homosex, Mißbrauch von Kindern“ und was sonst noch gegen Gottes Gebote und „christliche Sitte und Ordnung“ verstößt, auf. Dass Strafanzeigen bei Polizei oder Staatsanwaltschaft gestellt werden und nicht an den vermeintlichen Übeltäter geschickt werden sollten, ist unter den Anhängern der Partei offenbar weitgehend unbekannt.

Dieser Beitrag wurde unter Hintergrund abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.