Neuerscheinung: Rainer Schreiber: Religion, Volk, Identität

Ausgehend vom Nahost-Konflikt untersucht Rainer Schreiber die Sackgasse religiöser und nationaler Identitäten. Der Zionismus und die Idee eines „jüdischen Volkes“ dienen ihm als Beispiel, um das Problem zu verdeutlichen. Denn so nachvollziehbar im historischen Kontext des Antisemitismus die Überlegungen waren, einen Staat der Juden zu gründen und mit einer kollektiven Identität auszustatten, so verständlich die Entstehung des Zionismus in der historischen Perspektive ist – wie jede nationale Ideologie schließt er die nicht zu seinem behaupteten Kollektiv Gehörigen prinzipiell aus, was einer friedlichen Lösung des Nahost-Konflikts letztlich entgegensteht.
Schreiber hingegen plädiert – insbesondere, aber nicht nur in Hinblick auf die Situation in Israel und Palästina – für die Überwindung des Denkens in nationalen und religiösen Rastern: „Gerade die jüdische Denktradition mit ihrem staatskritischen Internationalismus und Humanismus wäre dazu allemal in der Lage, wovon zahlreiche Intellektuelle jüdischer Herkunft auch heute beredt Zeugnis ablegen.“

Rainer Schreiber: Religion, Volk, IdentitätRainer Schreiber

Religion, Volk, Identität?
Das Judentum in der Sackgasse des modernen Nationalismus

133 Seiten, kartoniert, Euro 10.-
ISBN 978-3-86569-178-1
erschienen 2014

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