MIZ 4/14: Macht Glaube gesund?

Im Frühjahr hMIZ414atte die MIZ einen call for articles herumgeschickt. Für ein geplantes Schwerpunktthema sollten Aufsätze eingereicht werden, die sich mit dem Verhältnis von Glauben und Gesundheit auseinandersetzen. Die ersten drei bilden nun den Kern von Ausgabe 4/14.
Der Wissenschaftsjournalist Rüdiger Vaas nimmt eine politische Perspektive ein und erläutert, warum Glaube jenseits eines möglichen individualpsychologischen Nutzens meistens schadet: Denn in Gesellschaften mit einem höheren Anteil an religiösen Bürgerinnen und Bürgern sind nicht nur die sozialen Unterschiede größer, sondern wird auch weniger Geld für die staatliche Wohlfahrt und damit das Gesundheitswesen aufgewendet. Der Arzt und Gesundheitswissenschaftler Bertram Szagun fragt, inwiefern „Demut“ ein wichtiger Faktor für Gesundheit ist und ob das Bewusstsein der eigenen Geringfügigkeit Platz in einem atheistischen Selbstbild haben könnte. Die Gesundheitswissenschaftlerin Pelle B. Pelters wirft einen kritischen Blick auf Gesundheitswahn und Selbstoptimierung. In den aktuellen Trends findet sie Elemente einer sich verdichtenden „gesundheitsreligiösen Weltsicht“.
Erstmals wendet sich ein Beitrag in MIZ der Alternative für Deutschland (AfD) zu. Andreas Kemper zeigt die „klerikal-aristokratische Vernetzung“ von deren national-religiösen Flügel auf. Im Abschnitt über Staat und Kirche geht es hingegen um altbekannte Probleme: das kirchliche Arbeitsrecht (bzw. das neuste Karlsruher Urteil dazu), die öffentliche Finanzierung von Kirchentagen (bzw. den Protest dagegen) und die Förderung kirchlicher Privatschulen (bzw. die Position der neuen thüringischen Landesregierung dazu).
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