Wakonigg/Sohn: Freddy, das Glücksschwein

Freddy ist ein Glücksschwein, doch das war nicht immer so: geboren als eines von tausenden Ferkeln in einem riesigen Schweinemastbetrieb wird Freddy, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht Freddy heißt, mit zwei Wochen von seiner Mutter getrennt und auf einen LKW verladen, um zum Schlachthof zu fahren.
Doch Freddy ist anders als die anderen Ferkel: mutig springt er aus dem fahrenden Lastwagen und landet unverletzt im Seitenstreifen. Von einer hinter dem LKW fahrenden Tierschützerin, die den Sprung des Ferkels beobachtet hat, wird Freddy auf einen Lebenshof gebracht, wo er seither ein glückliches Schweineleben führen darf.
Das Bilderbuch erzählt Freddys Geschichte ins Glück und macht gleichzeitig auf die katastrophalen Bedingungen in der Massentierhaltung aufmerksam.

Daniela Wakonigg
Freddy, das Glücksschwein
Illustriert von Joachim Sohn
40 Seiten, kartoniert, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-268-9
Ab 6 Jahren
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite.

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Fischer/Fischer: Die bunten Elefanten und das große Buch

Als die Elefantenkinder Matti und Maje eines Tages ein großes Buch im Wüstenstaub finden, bringt es das friedliche Leben der bunten Herde ganz schön durcheinander: Sie lesen von einer ganzen Menge Regeln und Geboten, die sie ohne lange zu überlegen blind befolgen. Nur der kleine rosa Elefant Matti und seine Freundin Maje wundern sich über die vielen neuen und vor allem seltsamen Vorschriften, und bringen die Herde nach einem spannenden Abenteuer schließlich dazu, wieder selbst zu denken. Denn: Der Kopf ist nicht nur ein Rüsselhalter, sondern tatsächlich zum Denken da! Ein Bilderbuch für Kinder (und Erwachsene), das dazu anregt, Vorschriften kritisch zu hinterfragen und sich des eigenen Verstandes zu bedienen.

Ziska Fischer
Die bunten Elefanten und das große Buch
Illustriert von Ruben August Fischer
Ab 5 Jahren
40 Seiten, gebunden, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-269-6

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf unserer Verlagsseite.

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Statt Leipziger Buchmesse

Dass die Leipziger Buchmesse abgesagt wurde, ist für die Verlage ein herber Schlag. Denn in Leipzig schlendert ein Publikum durch die Hallen, das wirklich noch nach Büchern Ausschau hält. Auch wir hätten dort einige Neuerscheinungen der letzten Monate in Veranstaltungen vorstellen wollen und drei Titel wären frisch aus der Druckerei gekommen.
Immerhin ist nicht alles abgesagt: In Halle wird Naïla Chikhi das Buch von Wassyla Tamzali Eine zornige Frau vorstellen und auch aus ihrem umfangreichen Nachwort lesen. Am Donnerstag, dem 12. März, wird sie in der Buchhandlung heiter bis wolkig (Ludwig-Wucherer-Str. 69) erklären, warum afrikanische Feministinnen sich „einsam“ und von der europäischen Linken im Stich gelassen fühlen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und wird vom Dornrosa e.V. organisiert. (Nachtrag 11.3.2020: Die Veranstaltung ist nun doch abgesagt.)

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MIZ 4/19: Auf den Spuren der Aufklärung

Die historische Aufklärung sieht sich seit einiger Zeit Kritik ausgesetzt. In einer Serie über Leistung und Versagen der Aufklärung wird MIZ 2020 der Frage nachgehen, wie eine realisitische Einschätzung der Aufklärung aussehen könnte. Den Auftakt macht der Philosoph Hermann Josef Schmidt. Er geht davon aus, dass Aufklärung – verstanden als Ergebnis der Anwendung von Kritik – ein prägendes Element europäischer Identität sei. Dazu erinnert er an jenen Strang der griechischen Philosophie, der bereits vor über 2500 Jahren darum bemüht war, die Welt ohne Rückgriff auf transzendente Größen zu erklären.
In der Rubrik „Staat und Kirche“ erörtert Gerhard Rampp, warum Religionsgesellschaften gar kein Interesse an voller Religionsfreiheit haben. Dies begründet er anhand von sechs Punkten, die für ihn untrennbar zur Religionsfreiheit gehören, von den Repräsentanten christlicher und islamischer Konfessionen jedoch nicht oder nur eingeschränkt zugestanden werden. Weiterlesen

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Wassyla Tamzali: Eine zornige Frau

In der Debatte um Identitätspolitiken setzt die algerische Feministin Wassyla Tamzali dem Mythos der kollektiven Identität die Erinnerung an den Kampf für Freiheit und Gleichheit entgegen. Sie verteidigt den universalistischen Feminismus der Gleichberechtigung gegen kulturalistische und postmoderne Einschränkungen. Ihre besondere Kritik gilt jenem Teil der europäischen Linken, die die Ideale und Ziele der Revolte von 1968 vergessen haben und sich kulturrelativistischem Denken ergeben.
Vermeintlich postkoloniale Diskurse haben in Algerien und Frankreich – wie auch in Deutschland – zu einer Stärkung orthodox-religiöser und fundamentalistischer Positionen und Gruppen geführt. Dass viele europäische Feministinnen heute einem Kulturrelativismus folgen, ruft bei der Feministin Tamzali das Gefühl hervor, „zur Einsamkeit verurteilt“ zu sein. Ihr Buch ist daher als Aufruf an die europäischen Freund*innen zu verstehen, ihr koloniales Schuldgefühl zu überwinden und den gemeinsamen Kampf für die unteilbaren Allgemeinen Menschenrechte weiter zu führen.
Tamzali schreibt darüber, wie der Begriff der „Vielfalt“ die Vorstellungen von Gleichheit und Demokratie ersetzt, über „moderate“ Vorzeigemuslime, über den patriarchalischen muslimischen Eros, über den Schleier und über ihre Erinnerung an den Tag der Unabhängigkeit, an dem die Frauen – von Schleier und Kolonialismus befreit – mit im Wind wehenden Haaren zu Hunderten auf den Straßen tanzten.

Naïla Chikhi, unabhängige Referentin für die Themen Frauenpolitik und Integration, stellt in einem Nachwort die aktuelle Situation in Deutschland dar. Sie schildert ihre Befremdung darüber, dass heute ausgerechnet die Linke ihre einst gegen Theokratie und Feudalismus erkämpfte Freiheit und ihre Werte für gescheitert und nichtig erklärt. Sie fordert die Politik der Orientierung am Fundamentalismus aufzugeben, die Trennung von Staat und Religionen zu schützen und somit auch all die, die sich gegen überkommene Moralvorstellungen und für die Allgemeinen Menschenrechte einsetzen.

 

Wassyla Tamzali
Eine zornige Frau
Brief aus Algier an die in Europa lebenden Gleichgültigen
Aus dem Französischen übersetzt von Lou Marin
Mit einem Nachwort von Naïla Chikhi
175 Seiten, Klappenbroschur, Euro 15.-
ISBN 978-3-86569-308-2

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Ralf Schöppner (Hrsg.): Humanistische Identität heute

Nicht nur angesichts der notorischen politischen Rechtslastigkeit von „Identität“ kann humanistische Identität heute nur auf ein kritisch abgerüstetes Identitätskonzept zielen. Auch die Geschichte des Humanismus legt ein Konzept offener, dialogischer und fragiler Identitäten nahe. Der Band problematisiert zum einen die Formgestalt humanistischer Identität heute: Formen von Zugehörigkeit, Eskalationspotentiale starker Selbstidentifikationen, das Verhältnis von Universalismus und Identitätspolitik. Zum anderen werden Inhalte einer solchen Identität diskutiert: Einstellungen und Präferenzen, Menschenrechte und kulturelle Vielfalt, Religionsfreiheit und Feminismus, (digitale) Selbstbestimmung, humanistischer Umgang mit Sterblichkeit und Tod.

 

Ralf Schöppner (Hrsg.)
Humanistische Identität heute
Universalismus und Identitätspolitik
Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg, Band 12
286 Seiten, kartoniert, Euro 22.-
ISBN 978-3-86569-309-9

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Rudolf Stumberger: Utopie konkret…

Die zahlreichen Utopien, die neue Gesellschaften beschrieben, beschränkten sich nicht auf die Darstellung der grundlegenden politischen und wirtschaftlichen Ordnung, sondern entwickelten oft auch sehr konkrete Vorstellungen, wie das alltägliche Leben „morgen“ organisiert sein sollte: Wie sehen die zukünftigen Wohnverhältnisse aus? Wie und was wird gekocht und gegessen? Wie gestalten sich die erotischen Beziehungen?
Rudolf Stumberger durchforstet dazu die fiktionale Utopie: Von Utopia des  THomas Morus über die Werke der Frühsozialisten und William Morris’ News from Nowhere bis zu den feministischen Utopien, etwa bei Charlotte Perkins Gilman, sowie jene aus den 1970er Jahren. Der Autor wirft aber auch einen Blick auf realisierte Utopie-Versuche wie den „real existierenden Sozialismus“, die Kibbuz-Bewegung oder den Sozialstaat westlicher Prägung und stellt dar, was dort über utopische Ansätze des Lebens, Liebens und Arbeitens zu finden ist. Abschließend geht es um die Frage, was davon heute in unserem Alltag gegenwärtig ist, was als Forderung weiter besteht und was sich als Fehleinschätzung erwiesen hat.

 

Rudolf Stumberger
Utopie konkret
und was daraus geworden ist
155 Seiten, Abbildungen, kartoniert, Euro 15.-
ISBN 978-3-86569-306-8

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Aschaffenburg is(s)t bunter

Gemeinsames Kochen und Essen verbindet Menschen, denn es ist eine Art der Begegnung, die keine gemeinsame Sprache verlangt.
Aschaffenburg is(s)t bunter stellt internationale Gerichte vor sowie die Menschen, die sie – im Rahmen der Kochaktion Aschaffenburg is(s)t bunt – zubereitet haben. Das Buch enthält 39 Rezepte und 17 Porträts von Geflüchteten, die aus Syrien, dem Iran, Afghanistan, Eritrea, Äthiopien oder Gambia stammen und heute in Aschaffenburg leben. Anhand der sehr unterschiedlichen Lebenswege und Lebensentwürfe wird deutlich, dass die Fluchterfahrung allein einen Menschen nicht ausmacht.
Die Rezepte wurden mehrfach zubereitet, haben den „Praxistest“ also bestanden.

 

Stadtjugendring Aschaffenburg (Hrsg.)
Aschaffenburg is(s)t bunter
Kochen mit neuen Nachbarn aus aller Welt
144 Seiten, Klappenbroschur, Euro 12.-
ISBN 978-3-86569-310-5

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MIZ 3/19: Alltag, Religion und Kirche in der DDR

Die DDR galt als „atheistischer Staat“. Und tatsächlich gab es dort keinen Religionsunterricht an staatlichen Schulen oder keine vom Staat eingetriebene Kirchensteuer und Ende der 1980er Jahre war die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung konfessionslos. Aber wie präsent war Religion im DDR-Alltag und welche Bedeutung hatte der Wissenschaftliche Atheismus für die Menschen? MIZ 3/19 widmet diesen Fragen einen Schwerpunkt.
Horst Groschopp beschreibt in seinem Aufsatz die „anderen Deutschen“, die nach seinem Eindruck oft als „noch nicht richtig entwickelte westdeutsche“ Menschen angesehen werden. Dazu arbeitet er sieben alltagsrelevante Unterschiede zwischen „Ost“ und „West“ heraus. Einer davon ist die extrem niedrige Kirchenbindung.
Bei seiner Betrachtung des Verhältnisses von Staat und Kirche stellt Karsten Krampitz fest, dass dieses keineswegs immer und überall angespannt war. Dementsprechend war auch das Unterrichtsfach „Wissenschaftlicher Atheismus“ nicht so ausgestattet, wie es in einem „atheistischen“ Staat vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Seit Ende der 1960er Jahre stand weniger die Entwicklung einer atheistischen Position in Abgrenzung zu religiösen Konzeptionen im Vordergrund als die Beschäftigung mit den „gemeinsamen Wertvorstellungen von Kommunisten und Gläubigen“. Viola Schubert-Lehnhardt stellt diese Geschichte dar. Weiterlesen

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Ursula Neumann: Tätiger Humanismus

Der Sammelband reflektiert auf sehr persönliche Weise zeitgenössische Debatten über Glaubensfragen und Humanismus, Kirchen- und Religionskritik, Ethik und Umgang mit Geflüchteten sowie weibliche Selbstbestimmung. Einige Texte sind gemeinsam mit Johannes Neumann verfasst.

Ursula Neumann
Tätiger Humanismus
Historische Beiträge zu aktuellen Debatten
Herausgegeben und mit einem Vorwort von Horst Groschopp
Reihe Humanismusperspektiven, Band 6
276 Seiten, kartoniert, Euro 22.-
ISBN 978-3-86569-301-3

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